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Englischunterricht auf der Primarstufe

Neue Forschungen – weitere Entwicklungen

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Markus Kötter and Jutta Rymarczyk

Nach zehn Jahren Fremdsprachenlernen in der Grundschule hat sich das Feld wie kaum ein anderes entwickelt. Ein Grund dafür ist die rege und vielfältige empirische Forschung, die in diesem Band durch zehn Beiträge vorgestellt wird. Die Diskussion widmet sich Aspekten wie dem Beginn des Fremdsprachenunterrichts, der Wertigkeit des Fremdsprachenlernens, der Ausbildung von Sprachbewusstheit, der Vermittlung der Schriftform, Wortschatz- und interkulturellem Lernen, neurowissenschaftlichen Einblicken in Emotionen und Bewegung, bilingualen und immersiven Ansätzen, mehrsprachigen Lernumgebungen sowie den Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund. Damit vermittelt das Buch einen vielfältigen Überblick über die aktuelle Forschungslage, stellt aber auch Anregungen für die Schulpraxis vor.
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Vorstellungen und unterrichtspraktische Erfahrungen von Grundschullehrkräften in Bezug auf Interkulturelle Kommunikative Kompetenz: Sonja Brunsmeier

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Vorstellungen und unterrichtspraktische Erfahrungen von Grundschullehrkräften in Bezug auf Interkulturelle Kommunikative Kompetenz

Sonja Brunsmeier

In der heutigen Lebenswelt sind, auch für Kinder, verschiedene Kulturen und Sprachen allgegenwärtig. Für einen kompetenten Umgang mit dieser Vielfalt ist Interkulturelle Kommunikative Kompetenz (IKK) unabdingbar. Dem Englischunterricht kommt bei der Vermittlung von IKK eine besondere Rolle zu, denn Englisch als Lingua Franca ermöglicht die Partizipation am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben und ist gleichzeitig Kulturgut und kulturelles Medium. Kompetenz in Englisch (und wünschenswerterweise einer zweiten Fremdsprache) tritt deshalb als vierte Kulturtechnik gleichberechtigt neben das Schreiben, Lesen und Rechnen, da Fremdsprachen das Welt-, Handlungs- und Sprachwissen und die Interaktionskompetenz der Kinder erweitern. Grundschullehrer1 haben in diesem Kontext die Aufgabe, IKK in ihrem Englischunterricht anzubahnen. Dieser Aufsatz betrachtet die Situation im Unterrichtsalltag aus der Perspektive der Lehrer und ermittelt, welche Vorstellungen Grundschullehrer mit IKK verbinden und wie sie diese Kompetenz in ihrem Englischunterricht umsetzen.

1. Einleitung

IKK ist als zentrales Ausbildungsziel des Englischunterrichts in den Bildungsplänen (vgl. z.B. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg 2004; Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen 2008) gefordert. Während es zwar Publikationen zu IKK im Fremdsprachenunterricht allgemein gibt, liegen für den Englischunterricht der Grundschule aber bisher nur sehr wenige theoretische oder praktische Erkenntnisse vor. Zu nennen sind hier beispielsweise Byram (1997) und Volkmann (2010). Lehrer stehen daher vor der Herausforderung, IKK in ihrem Englischunterricht umzusetzen, ohne jedoch auf entsprechende Erfahrungen...

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