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Weiterbildungsbeteiligung im Trend

Die Teilnahme von Akademiker_innen an beruflicher Weiterbildung im Zeitverlauf – 1991 bis 2010

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Sarah Widany

Je höher das Bildungsniveau desto wahrscheinlicher die Teilnahme an Weiterbildung. Nach diesem bekannten Zusammenhang zeigen Akademiker_innen eine überdurchschnittlich hohe Weiterbildungsaktivität. Vor dem Hintergrund einer stetig zunehmenden Bedeutung akademischer Qualifikationen untersucht die Studie die berufliche Weiterbildungsbeteiligung Hochqualifizierter und identifiziert Einflussfaktoren der Teilnahme jenseits des Qualifikationsniveaus. Auf der Grundlage der Erhebungen des Berichtssystems Weiterbildung (BSW) und des Adult Education Survey (AES) zeigen sich in der Trendanalyse für den Zeitraum 1991 bis 2010 relativ stabile Teilnahmestrukturen. Diese werden vor allem durch Faktoren des Erwerbskontextes und des akademischen Arbeitsmarktes geprägt.
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Geleitwort

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Die Frage, warum Menschen an Weiterbildung teilnehmen und welche Faktoren die Weiterbildungsbeteiligung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können, war und ist gerade für die Praxis der Erwachsenenbildung eine wichtige. Denn nur, wenn Stolpersteine, Hemmschwellen und allem voran Gelingensbedingungen klar definiert sind, können Anbieter attraktive Bildungsformate konzipieren, kann Politik Rahmenbedingungen schaffen, die die Weiterbildungsbeteiligung nachhaltig positiv beeinflussen.

Prof. Dr. Wolfgang Schulenberg hat diesem Forschungsfeld in seinen zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten zwischen 1956 und 1985 große Bedeutung zugemessen und gilt nicht umsonst als einer der Wegbereiter für die sozialwissenschaftliche Bildungsforschung im deutschsprachigen Raum. Der Wolfgang-­Schulenberg-Preis, der im Jahr 2014 zum ersten Mal vergeben wird, verschreibt sich dieser Forschungstradition: Weiterbildungsbeteiligung in all ihren Facetten war, ist und bleibt – besonders in Zeiten des lebenslangen Lernens und in Hinblick auf die Vielfalt an Lebens- und Berufswegen – ein immanent wichtiges Forschungsfeld.

Auch wenn die Entwicklungen im Bereich der empirischen Bildungsforschung eine umfassende Datenlage zum Feld vermuten lassen, so gibt es auch hier noch Entwicklungspotential. Sarah Widany zeichnet in der vorliegenden Arbeit eindrücklich nach, an welchen Stellen auch für Akademiker_Innen, die in der Regel eine hohe Weiterbildungsbeteiligung verzeichnen, Selektivitätsmechanismen im Bereich der beruflichen Weiterbildung wirken. Die kritische Diskussion der vorliegenden Daten offenbart, an welchen Stellen strukturelle Nachbesserungen erforderlich sind.

Der Niedersächsische Bund für freie Erwachsenenbildung e.V. als Dachverband der öffentlich geförderten Erwachsenenbildung in Niedersachsen hat großes Interesse an entsprechenden aktuellen Forschungsbefunden und fördert diese z.B. im...

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