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Religiöse Früherziehung in Judentum, Islam und Christentum

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Edited By Kathrin Klausing and Erna Zonne

Wie und wo findet religiöse Früherziehung statt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen hier unter den abrahamischen Religionen? Der Band bietet einen Einblick in Theorie und Praxis des breiten und heterogenen Feldes religiöser Früherziehung, vermittelt Hintergrundwissen und Grundlagen, schaut in die Familien, in die Kindertagesstätten und in die Gemeinden und zeigt erstes interreligiöses Lernen auf. Schwerpunkte bilden auf diesem Weg die Anthropologie, die Glaubenserziehung zu Hause, die Unterstützung der Glaubenserziehung in den Glaubensgemeinschaften und in den Kindertagesstätten. Den Herausgeberinnen ist gelungen, was sich auf dem Feld der Interreligiosität als angestrebtes Ziel darstellt, nämlich im Nebeneinander das Miteinander erkennbar und nutzbar zu machen.
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„Gott ist ein Mann und sieht ein bisschen aus wie ein Playmobilmännchen.“ Theologische Gespräche mit Kindern im Elementarbereich

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Caroline Teschmer

Wo wohnt eigentlich Gott? Und wie sieht er aus? Ist Gott ein Mann oder eine Frau? Kinder stellen von sich aus existenzielle Fragen, oft unverhofft mitten im Alltag. Sie sind ständig auf der Suche nach Antworten und an den sogenannten großen Fragen des Lebens interessiert. Das zeigt sich vor allem in der sprachlichen Entwicklung sowie in einer auf das logische Verstehen ausgerichteten Phase der Warum-Fragen (Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wozu lebe ich?). In diesen klassischen W-Fragen wird das religiöse Interesse des Kindes deutlich.1

Das zentrale Anliegen theologischer Gespräche mit Kindern ist, für die Deutungen der Kinder sensibilisiert zu sein, diese ernst zu nehmen, bewusst aufzugreifen und bestmöglich zu fördern.2 In Kindertageseinrichtungen werden theologische Gespräche mit Kindern häufig vermieden. Erzieherinnen und Erzieher trauen sich die Auseinandersetzung mit theologischen Gesprächen vielfach nicht zu. Dabei leisten insbesondere diese Gespräche einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung und religiösen Identitätsentwicklung und geben Einblicke in die kindliche Vorstellungswelt. Darüber hinaus regen theologische Gespräche zur Förderung des religiösen Spracherwerbs an. Die Kinder lernen angemessen von Gott und über die damit einhergehenden Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Die sprachlichen Kompetenzen in religiöser Hinsicht sind bei Kindern im Vorschulbereich noch sehr heterogen entwickelt. Demnach muss sich die Unterstützung des religiösen Spracherwerbs an den individuellen Voraussetzungen des Kindes orientieren.3 ← 131 | 132 →

Kinder sind schon sehr fr...

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