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Dimensionen des Deutschen in Österreich

Variation und Varietäten im sozialen Kontext

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Edited By Alexandra N. Lenz, Timo Ahlers and Manfred M. Glauninger

Die Beiträge in diesem Buch reflektieren eine ertragreiche linguistische Auseinandersetzung mit dem schillernden Spektrum an Erscheinungsformen und Funktionen der deutschen Sprache in Österreich. Dabei wird ein breiter thematischer Bogen aufgespannt. Neben Untersuchungen der vertikalen Variation erfolgt die Fokussierung von Variationsphänomenen auf einzelnen sprachlichen Systemebenen. Problemstellungen im Kontext der Plurizentrizität bzw. Pluriarealität des Deutschen finden ebenso Berücksichtigung wie Fragen im Zusammenhang mit Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit.
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Klaus Geyer: bochan ‘gebacken und paniert’ – (Paradoxe?) intralinguale Untertitelung im Spielfilm Indien

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bochan ‘gebacken und paniert’ – (Paradoxe?) intralinguale Untertitelung im Spielfilm Indien1

Klaus Geyer

Der Beitrag untersucht die Funktion der Untertitelungsstrategien für regionale und dialektale Sprachelemente mittels bundesdeutschem Standarddeutsch auf der im Jahr 2002 in der BRD erschienen DVD-Version (absolut-Medien) der erfolgreichen österreichischen Tragikomödie Indien. Bei der Analyse wird besonderer Wert gelegt einerseits auf die technischen Rahmenbedingungen der Untertitelung und andererseits auf die Adäquatheit der standarddeutschen Untertitel im Sinne einer multimedialen bzw. audiovisuellen Übersetzung. So lässt beispielsweise die Auswahl der untertitelten Einheiten Rückschlüsse auf vermutete, antizipierte Verstehensprobleme eines Publikums in Deutschland zu; gleichzeitig erzeugt die Untertitelung einer Varietät durch eine andere Varietät derselben Sprache – hier: die Untertitelung lokaler bzw. regionaler Varietäten aus Wien und Niederösterreich durch Standarddeutsch bundesdeutscher Prägung – sprachliche und infolgedessen auch kulturelle Alterität und erscheint damit besonders geeignet, eine österreichische Identität zu markieren – zumal die Untertitel, wie gezeigt wird, für dialektunkundige Bundesdeutsche beim Verstehen nur wenig hilfreich sind.

Der Beitrag gliedert sich folgendermaßen: Nach einer kurzen Darstellung der wichtigsten Fakten zum Film Indien (Abschnitt 1) werden im zweiten Abschnitt mit formalen und funktionalen Aspekten fiktionalen Dialektgebrauchs, Dialektübersetzung und Untertitelung die zentralen theoretischen Konzepte diskutiert. In Abschnitt 3 erfolgt die Analyse der Untertitelung und der Untertitelungsstrategie im Spielfilm Indien. Der vierte und letzte Abschnitt enthält die Interpretation der Ergebnisse, die dort auch in den breiteren Zusammenhang der „paradoxen“ Untertitelung gestellt werden. ← 307 | 308 →

Der Spielfilm Indien,...

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