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Personalbedarfsprognose im Gesundheits- und Pflegewesen

Eine berufs-, einrichtungs- und regionalspezifische Betrachtung für Deutschland

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Tobias Ehrhard

Gefährden zukünftige Personalengpässe im Gesundheits- und Pflegewesen die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung? Der Autor widmet sich dieser zentralen gesundheitspolitischen Fragestellung und untersucht, wie sich die Personalnachfrage und das Personalangebot im Gesundheits- und Pflegewesen bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Neu ist dabei die gemeinsame Analyse der für die gesundheitliche Versorgung wichtigen ärztlichen und nichtärztlichen Berufsgruppen, differenziert nach Qualifikationen, Bundesländern sowie nach Einrichtungen des Gesundheits und Pflegewesens. Die Arbeit stellt erstmals regional differenzierte und vergleichbare Ergebnisse zur Verfügung und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Messung des zukünftigen Personalbedarfs auf.
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2 Bedarfsplanung und -prognosen im Gesundheits- und Pflegewesen – Stand der wissenschaftlichen Diskussion

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Im größtenteils öffentlich finanzierten, und damit auch stark reglementierten Gesundheitswesen, haben vorausschauende und die Entwicklung antizipierende „Blicke“, gerade vor dem Hintergrund der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung Tradition. Daraus sind im Laufe der Jahre u.a. Planungsinstrumente entstanden, deren Historie bis in die 1970er Jahre zurückreicht. Die beispielsweise zu jenem Zeitpunkt verankerte Bedarfsplanung der Vertragsärzte hatte damals – vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens – primär die Intention, Überversorgung und damit Kostensteigerungen zu verhindern. Neben den reglementierenden bzw. eingreifenden Instrumenten, die eher kurz- bis mittelfristig angelegt sind, besteht darüber hinaus großer Bedarf, Wissen über die langfristige Entwicklung zu erlangen. Dieses Wissen ist für die strategische Steuerung des Gesundheitswesens unumgänglich.

Entsprechend werden in Kapitel 2.1 zunächst die institutionell verankerten Planungsrichtlinien bzw. -instrumente dargestellt. Daran anknüpfend werden in Kapitel 2.2 die neusten Studien und Prognosen in Bezug auf Personalbedarfs und Angebotsprojektionen diskutiert. Abschließend wird in Kapitel 2.3 der weitere Forschungsbedarf in diesem Themengebiet herausgearbeitet.

In diesem Kapitel werden die für das Gesundheits- und Pflegewesen geltenden Richtlinien und Gesetze skizziert, in denen die Planung, insbesondere die Planung der personellen Ressourcen verankert ist. Im weiteren Verlauf des Kapitels wird anhand der Gliederung ersichtlich, dass die Planung für den ambulanten Bereich des Gesundheitswesens, für die Krankenhäuser sowie für die Pflegeeinrichtungen getrennt vorgenommen wird. Entsprechend sind unterschiedliche Institutionen für die Ausgestaltung und Durchführung der Planungsrichtlinien verantwortlich.

Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)20 über die Bedarfsplanung...

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