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Personalbedarfsprognose im Gesundheits- und Pflegewesen

Eine berufs-, einrichtungs- und regionalspezifische Betrachtung für Deutschland

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Tobias Ehrhard

Gefährden zukünftige Personalengpässe im Gesundheits- und Pflegewesen die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung? Der Autor widmet sich dieser zentralen gesundheitspolitischen Fragestellung und untersucht, wie sich die Personalnachfrage und das Personalangebot im Gesundheits- und Pflegewesen bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Neu ist dabei die gemeinsame Analyse der für die gesundheitliche Versorgung wichtigen ärztlichen und nichtärztlichen Berufsgruppen, differenziert nach Qualifikationen, Bundesländern sowie nach Einrichtungen des Gesundheits und Pflegewesens. Die Arbeit stellt erstmals regional differenzierte und vergleichbare Ergebnisse zur Verfügung und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Messung des zukünftigen Personalbedarfs auf.
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4 Abgrenzung des Untersuchungsgebiets und Datenbasis

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Das deutsche Gesundheits- und Pflegewesen ist durch zahlreiche Einrichtungen und Akteure gekennzeichnet, die vielfältige Leistungs-, Finanzierungs-, Steuerungs-, Aufsichts- und Beratungsfunktionen wahrnehmen.329 Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Erbringern medizinischer und pflegerischer Leistungen. Dies sind im speziellen die personellen Ressourcen in den Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens, die im direkten Kontakt mit den Leistungsempfängern, den Patienten, stehen. Die Institutionen der Gebietskörperschaften, der Finanzierungsinstitutionen und den Vereinigungen der Leistungserbringer sowie deren Beschäftigte werden nicht betrachtet.

Zunächst erfolgt in Kapitel 4.1 eine kurze Darstellung der grundlegenden Rechensysteme des Statistischen Bundesamtes, die für die gesamte vorliegende Arbeit als Abgrenzung und Datenbasis dienen. Anschließend erfolgt in Kapitel 4.2 die einrichtungsspezifische und in Kapitel 4.3 die berufsspezifische Abgrenzung des Untersuchungsgebiets. In Kapitel 4.4 werden nach der Definition der Datenanforderungen die verwendeten Datenquellen dargestellt.

Als Ausgangslage für die Abgrenzung des Untersuchungsgebiets dienen die vom Statistischen Bundesamt entwickelten und verzahnten Rechensysteme des Gesundheitswesens. Dazu zählen die Gesundheitsausgabenrechnung (GAR), die Krankheitskostenrechnung (KKR) und die Gesundheitspersonalrechnung (GPR).

Das Statistische Bundesamt orientiert sich bei der den Rechenwerken zugrundeliegenden Abgrenzung methodisch an den Empfehlungen des „System of Health Accounts”330 der OECD. Dieser Methodik folgend werden vom Statistischen Bundesamt alle Institutionen und Personen des Gesundheitsschutzes (Vermeidung von Gesundheitsgefährdungen), der Gesundheitsförderung (Verbesserung der gesundheitsrelevanten Lebensbedingungen) sowie der Gesundheitsversorgung (medizinische Behandlungs-, Rehabilitations- und Pflegemaßnahmen) unter dem Stichwort Gesundheitswesen subsumiert.331

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