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Personalbedarfsprognose im Gesundheits- und Pflegewesen

Eine berufs-, einrichtungs- und regionalspezifische Betrachtung für Deutschland

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Tobias Ehrhard

Gefährden zukünftige Personalengpässe im Gesundheits- und Pflegewesen die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung? Der Autor widmet sich dieser zentralen gesundheitspolitischen Fragestellung und untersucht, wie sich die Personalnachfrage und das Personalangebot im Gesundheits- und Pflegewesen bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Neu ist dabei die gemeinsame Analyse der für die gesundheitliche Versorgung wichtigen ärztlichen und nichtärztlichen Berufsgruppen, differenziert nach Qualifikationen, Bundesländern sowie nach Einrichtungen des Gesundheits und Pflegewesens. Die Arbeit stellt erstmals regional differenzierte und vergleichbare Ergebnisse zur Verfügung und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Messung des zukünftigen Personalbedarfs auf.
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5 Methodik zur Berechnung der Personalbedarfe

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Die Methodik sowie die zugrunde liegenden Annahmen beruhen auf der Prämisse, dass sich der Arbeitsmarkt aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage entwickelt. In der nachfolgenden Darstellung sind das Personalangebot und die -nachfrage einander gegenübergestellt sowie deren Zusammensetzung schematisch dargestellt (siehe Abb. 5-1). Im Anschluss werden die einzelnen Parameter erläutert.



Quelle: Eigene Darstellung.

Abb. 5-1: Zusammensetzung von Personalangebot und Personalnachfrage im Berechnungsmodell

Das zukünftige Personalangebot zu einem Zeitpunkt t+n setzt sich aus dem Bestand der ärztlichen und nicht ärztlichen Beschäftigten zum Zeitpunkt t, der Summe der Neuzugänge aus Studien- und Ausbildungsgängen bis zum Zeitpunkt t+n zusammen. Gemindert wird das Arbeitsangebot zum Zeitpunkt t+n durch die bis dahin altersbedingt ausscheidenden Erwerbstätigen in den relevanten Berufen. Aus der Aggregation dieser Größen ergibt sich das gesamte auf dem Arbeitsmarkt vorhandene Angebot an relevanten Arbeitskräften zum Zeitpunkt t+n. Die Arbeitsnachfrage ergibt sich aus dem Arbeitskräftebedarf seitens der im Gesundheits- und Pflegewesen vorhandenen Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser, Arztpraxen oder Pflegeeinrichtungen. Die Höhe der ← 123 | 124 → Gesamtnachfrage wird zwar durch demografische und morbiditätsbedingte Faktoren getrieben, ein Teil der Nachfrage lässt sich aber den ausscheidenden Erwerbstätigen zuordnen, die ersetzt werden müssen (Ersatzbedarf). Ein anderer Teil der Nachfrage ergibt sich aufgrund steigender Nachfrage nach Gesundheitsund Pflegeleistungen (Ergänzungsbedarf).

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