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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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Fall 05: „Statistik“

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Fallschilderung (aus einem Landesverband eines freien Trägers sozialer Einrichtungen)

„Herr J. ist Vorgesetzter mehrerer ambulanter Einrichtungen in einem Bundesland. Alle ihm untergeordneten Einrichtungsleiter treffen sich mit ihm regelmäßig zu einer Team-besprechung.

Herr J. hat dabei auch die Aufgabe, die Interessen des Trägers der Einrichtungen gegenüber diesen zu vertreten und Beschlüsse durchzusetzen.

Im vorliegenden Fall war es nun so, dass geplant war, den Erfolg der Arbeit jeder einzelnen ambulanten Einrichtung in Form einer Statistik nachzuweisen.

Dies versuchten einige Einrichtungsleiter zu verhindern, die nicht die gleichen Erfolge nachweisen konnten. Es ist dann auch versucht worden, andere Einrichtungsleiter an Herrn J. vorbei davon zu überzeugen, die Datenerhebung zu verhindern. Da aber die Statistik im Interesse des Trägers stand und es auch der fachlichen Überzeugung von Herrn J. entsprach, kam es zum Konflikt mit den Teammitgliedern. In der Teamsitzung, die normalerweise von Herrn J. geleitet wird, lief es nun so, dass Herr J. den Raum für eine halbe Stunde verließ, mit der Forderung, dass, wenn er wiederkommt, er eine Entscheidung haben möchte. Für den Fall, dass nicht in seinem Interesse entschieden würde, würde er sich etwas überlegen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Herr J. noch nicht gesagt, dass er bereits Dienstanweisungen vorbereitet hatte, die jeder der ihm unterstellten Einrichtungsleiter hätte entgegennehmen müssen. Eine Weigerung hätte dann auch arbeitsrechtliche Konsequenzen gehabt. Nur, das hatte er dem Team gegenüber verschwiegen...

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