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Zweisprachigkeit und bilingualer Unterricht

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkieko and Loretta Bertelle

Der Band stellt die Problematik der Zweisprachigkeit und des bilingualen Unterrichts in Polen umfassend dar. Er ist in zwei sich ergänzende Teile gegliedert. Die Autoren des theoretischen Teils repräsentieren verschiedene Disziplinen, u.a. Linguistik, Psychologie, Pädagogik und unterschiedliche Forschungsperspektiven, die zusammen ein komplexes Gesamtbild der polnischen Bilingualismusforschung ergeben. Der zweite Teil des Bandes spiegelt die theoretischen Schwerpunkte des ersten Teils auf der praktischen Ebene wider. Die Autoren, u.a. praktizierende Lehrer/innen, Vertreter von Selbstverwaltungsbehörden, nichtstaatlichen Organisationen und Verbänden, erörtern die für ihre berufliche Umwelt relevanten Probleme und bringen Lösungsvorschläge ein, die sich in der Praxis bewährt haben.
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Rechtlich-formale Voraussetzungen für das Minderheitenschulwesen und die zweisprachige Bildung in Polen. Erfahrungen der deutschen Minderheit im Oppelner Land und in Oberschlesien

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Deutsch ist eine seit Jahrhunderten weltweit bekannte Sprache. Es ist die Sprache des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die Sprache von Königreichen und Herzogtümern, die Sprache der Dichter, Musikkünstler und hervorragenden Bildhauer. Des Weiteren handelt es sich hier ebenfalls um eine Sprache, die im Zuge der kolonialen Expansion mit ihrem Recht, ihrer Lebensweise, Kultur sowie mit einer völlig anderen Ordnung in die weitesten Weltteile gelangte.

Deutsch gehört zu den 10 wichtigsten Sprachen der Welt und wird von insgesamt über 100 000 000 Menschen auf der Erde gesprochen. Es steht nicht nur für das „alte” Europa, in dem sich außer den typischen deutschsprachigen Ländern – Deutschland, Österreich und der Schweiz, ebenfalls die Einwohner von Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Elsass und Südtirol dieser Sprache bedienen. In der deutschen Sprache verständigen sich darüber hinaus deutsche Minderheiten in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien sowie in Dänemark und Russland. Die deutsche Sprache gilt sogar als eine der Nationalsprachen in Afrika, in dem von Europa weit entfernten Namibia.

Deutsch hat dort seit der Kolonialzeit überdauert. Ungeachtet vergangener Ereignisse ist es gelungen, seine Kontinuität zu bewahren, was sich einerseits auf die Funktionsweise der Wirtschaft dieses Landes, andererseits aber auch auf die sozial-wirtschaftliche Ordnung zurückführen lässt, die von den Kolonisatoren nach dem europäischen Vorbild unter Wahrung aller lokaler Besonderheiten eingeführt wurde. ← 227 | 228 →

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