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Innovationssysteme und Wohlstandsentwicklung in der Welt

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Edited By Bernhard Seliger, Jüri Sepp and Ralph Michael Wrobel

Wer die vorherrschenden europäischen wirtschaftspolitischen Diskurse der vergangenen Jahre anschaut, könnte meinen, dass Wohlstandsentwicklung im Wesentlichen als Folge von wohlgemeinten und tiefgreifenden Staatseingriffen besteht. Egal, ob es um die Rettung von einzelnen Unternehmen oder ganzen Staaten geht, staatlich gesetzte Zielmarken ersetzen Ergebnisse des Marktes. Die Einschränkung der wettbewerblichen Freiheit wird dabei hingenommen und meistens gar nicht thematisiert. Das kann aber nur dann zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen, wenn man schon das beste mögliche Ergebnis des Marktprozesses kennt und vorwegnehmen kann. Diese Problematik ist letztlich das Grundproblem der staatlichen Innovationspolitik. Aber wie kann der Staat am besten Innovationen fördern, die er nicht kennt, nicht im Sinne eines stochastischen Risikos, sondern im Sinne der von Frank Knight definierten Ungewissheit, die eben nicht vorausberechenbar ist?
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Institutionelle Innovationen im Infrastrukturbereich: Die Post in Estland

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Theoretische Grundlagen

Der Begriff institutionelle Innovation (II) ist in der Fachliteratur nicht sehr verbreitet. Doch finden wir einige Autoren, die damit arbeiten. Nach Voß (2002) umfassen II die Veränderung bestehender bzw. die Etablierung neuer gesellschaftlicher Regeln mit Wirkung auf Handlungsmuster. Kanatschnig und Schmutz (2004) behaupten, dass II beziehen sich auf die Organisation der gesellschaftlichen Akteure und deren Ordnungsprinzipien. Sie zielen auf die Gestaltung entsprechender Rahmenbedingungen zur Stimulierung von mehr technischen, sozialen und institutionellen Innovationen durch Regeln mit Anreiz- und Hemmwirkungen ab

Gerade solche Ziele sind auch bei den Reformen im Infrastrukturbereich im Vordergrund. Mehr konkret kann man hier über zwei Hauptziele sprechen:

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