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Ökumenische Tele-Visionen

Eine Analyse zu den Chancen überkonfessioneller Kooperation im Fernsehen

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Johannes Winkler

Inwieweit vermag das Fernsehen als eine Form der Öffentlichkeit die Ökumene voranzubringen? Über welche Möglichkeiten verfügt die Ökumene, die mediale Kommunikation der Kirchen zu verbessern? Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken ökumenischer Kooperation im Fernsehen. Dafür analysiert der Autor das Angebot religiöser Sendungen im deutschsprachigen TV und vergleicht qualitativ Religionsreportagen eines öffentlich-rechtlichen und eines privaten christlichen Senders. Ebenso werden die Mediendokumente der Kirchen und der ökumenischen Organisationen analysiert. Die Ergebnisse stellt der Autor den Modellen der Ökumene gegenüber. Es zeigt sich, dass hinsichtlich des Dialoges mit der pluralen Gesellschaft die überkonfessionelle Zusammenarbeit für Kirchen, Verkündigung und Ökumene von großem Nutzen sein kann.
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4. Ökumenische Alternativen und neue Kooperationsmodelle

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4 Einordnung in Theorien der Ökumene

Dieser Abschnitt behandelt die Frage, welche ökumenischen Theorien und welche historischen Entwicklungen sich zur Beschreibung der Sender und ihrer Inhalte eignen. Weiter soll nach Zielvorstellungen und Methoden ökumenischen Handelns zur Einordnung des medialen überkonfessionellen Engagements gesucht werden. Schließlich ist zu klären, ob eine mediale Ökumene überhaupt sinnvoll und wünschenswert ist. Hinsichtlich der Medien ist dies der Fall, wie das vorhergehende Kapitel deutlich gemacht hat. Doch ist das auch aus der Perspektive der ökumenischen Theologie der Fall?

4.1 Der Begriff „Ökumene“

Der Begriff „Ökumene“ ist nicht spezifisch christlich, es gibt ihn schon bei Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. als Ausdruck für den gesamten Erdkreis.1027 Das Substantiv „Oikoumene“ leitet sich vom Verb „oikein“ = „wohnen, bewohnen“ ab. In der griechischen Übersetzung des Alten Testaments wird Oikoumene in Psalm 24,1 wie bei Herodot als Bezeichnung für die bewohnte Erde verwendet. In römisch-hellenistischer Zeit umfasste Ökumene das Gebiet des römischen Reiches. Das Reich als Gesamtheit, die Ökumene, ersetzte die griechische Gliederung in Stadtstaaten (Polis). Entsprechend waren die „Ökumenischen Konzilien“ Versammlungen der Bischöfe aus dem Reichsgebiet.

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