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Gesetzlicher Tierschutz im Deutschen Reich

Yi Han

Ist der Tierschutz menschenfeindlich und ist dessen Gesetzgebung im Dritten Reich Missbrauch etwaiger Weimarer Entwürfe zur Judenverfolgung und Selbstverherrlichung? Untersucht wird demgegenüber die Geschichte von § 360 Ziffer 13 des Reichsstrafgesetzbuches 1871 über das Reichstierschutzgesetz 1933 samt dessen Nebengesetzen 1934–40 bis zu ihrer Auslegung und Umsetzung gar bis 1943/45. Dadurch erweist sich der Tierschutz als eine uralte Kulturnotwendigkeit und somit nicht erst als «Kind des Nationalsozialismus». Doch dessen volkserzieherische Bestrebung war vom Zustandekommen des Tierschutzrechts als neues Fachgebiet nicht wegzudenken.
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E. Strafgesetznovelle vom 26. Mai 1933

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Während das Schlachtwesen nun erstmals reichseinheitlich reguliert worden war, ließ die Neuregelung des allgemeinen Tierquälereitatbestands seit der Anerkennung ihrer Bedürftigkeit vor über 40 Jahren trotz aller darauffolgenden Bemühungen immer noch auf sich warten.

I. Einschlägige Inhalte

Demgegenüber nahm der neue Reichsjustizminister, Dr. Franz Gürtner, im April 1933 die Strafrechtsreform wieder auf. In Hinblick darauf teilte Reichsinnenminister, Dr. Frick, mit dem Schreiben am 1. des Monats sämtlichen Landesregierungen und abschriftlich auch dem Reichsministerium für Landwirtschaft mit:

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