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Jesus, der Kyrios?

Die Plausibilität des christlichen Bekenntnisses

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Gertrud Pechmann

« … denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden.» (Röm 10,9) So lautet eines der ältesten Glaubensbekenntnisse des Neuen Testaments, das der Apostel Paulus in seinem Römerbrief überliefert hat. Es benennt den Kern des christlichen Bekenntnisses: Gott ist in Jesus Christus ein Mensch geworden, der gestorben und auferstanden ist. Aber wer war Jesus, wie sehen und verstehen ihn das Neue Testament, die Leben-Jesu-Forschung, die Ökumenischen Konzilien, moderne Theologen wie Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar sowie populäre Schriftsteller wie Gilbert Keith Chesterton und Clive Staples Lewis? Dieser Spur folgt das Buch. Es geht davon aus, dass die Person Jesus Christus eine Herausforderung für Glaube und Verstand ist, und möchte die Argumente christlicher Denker für die Plausibilität des christlichen Bekenntnisses darstellen.
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1. Einleitung

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„ … denn wenn du mit deinem Mund bekennst: ‚Jesus ist der Herr‘ und in deinem Herzen glaubst: ‚Gott hat ihn von den Toten auferweckt‘, so wirst du gerettet werden.“ (Röm 10,9) So lautet eines der ältesten Glaubensbekenntnisse des Neuen Testaments, die der Apostel Paulus in seinem Römerbrief überliefert hat. Die Formel „Jesus ist der Herr“ konzentriert sich auf den Kern des christlichen Glaubens, denn die Bezeichnung „Herr“ versieht Jesus Christus mit dem Prädikat der Göttlichkeit.1 Außerdem belegt Röm 10,9 den Glauben der Christen daran, dass Jesus von den Toten auferstanden ist – ein Ereignis, das sich konkret geschichtlich festmachen lässt und das für die Christen mit einer Erfahrung verbunden ist: Das Wirken Jesu und seine Auferstehung vermitteln das Heil auf einzigartige Weise. „Jesu Auferstehung war der Ausbruch in eine ganz neue Art des Lebens, in ein Leben, das nicht mehr dem Gesetz des Stirb und Werde unterworfen ist, sondern jenseits davon steht – ein Leben, das eine neue Dimension des Menschseins eröffnet hat“2, so beschreibt Joseph Ratzinger (Papst emeritus Benedikt XVI.) die universale Auswirkung der Auferstehung und stellt anschließend die Frage, der diese Arbeit auch nachgeht: „Aber kann es wirklich so gewesen sein?“3 Wie lässt sich die Auferstehung erklären und wie die Tatsache, dass sich in Jesus Gott und Mensch vereinen und dass durch seine Person, sein Wirken und seine Predigt die Gegenwart Gottes bereits zu Lebzeiten in Heilungen, Dämonenaustreibungen und Mahlgemeinschaften den Menschen erfahrbar werden...

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