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Zeitungssprache und Mündlichkeit

Soziopragmatische Untersuchungen zur Sprache in Zeitungen um 1850

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Hirofumi Hosokawa

In dieser Arbeit werden die konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit in verschiedenen Zeitungssorten um 1850 untersucht. Ziel der Untersuchung ist es, die Entwicklung der Zeitung im deutschsprachigen Raum von einem Medium gebildeter Sozialschichten zu einem Massenmedium aus der Perspektive der soziopragmatischen Sprachgeschichtsforschung zu beschreiben und zu erklären. Als zentraler Ansatzpunkt der sprachgeschichtlichen Untersuchung dient dabei die Frage, ob und inwiefern die Verbreitung und Diversifizierung der Zeitung auf der sozialen, lokalen und politolektalen Ebene begründet wurde durch eine Hinwendung zu Sprachgebrauchsweisen der konzeptionellen Mündlichkeit im Medium der geschriebenen Zeitungssprache.
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Andere elliptische Satzstrukturen

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ÁGEL/HENNIG (2006b) bezeichnen die elliptische Satzstruktur als „aggregative Koordination“ (ÁGEL/HENNIG [2006b: 53]), wenn Elementarsätze, in denen verschiedene Subjekte und nur ein finites Verb realisiert werden, in einer Koordination stehen. Denn im Vergleich zur „integrativen“ elliptischen Koordination, in der das Subjekt und das finite Verb im ersten Elementarsatz auch für den zweiten Elementarsatz wirken (a), kann eine solche Koordination für mündlicher gehalten werden (b1, b2):208

a) Heute Nachmittag 1 ½ Uhr ist der Fürst Schwarzenberg mit dem Hrn. v. Manteuffel hier eingetroffen und [er ist] in den bereitgehaltenen Gemächern des k. Schlosses abgestiegen. (FZ 1.1.1851. S. 3)

b1) Die Schauspielerin Luceja betrat noch in ihrem 112ten Jahre, und Galenia [= Galeria] Copiala, Tänzerin und Schauspielerin, [betrat] neunzig Jahre nach ihrem ersten Beginnen das Theater um den Pompejus zu becomplimentiren. (FZ 1.1.1851. S. 1)

b2) Jeder Angeklagte hat 150 Fr. gestellt und der angebliche Chef der Verschwornen [hat] 300 Fr. [gestellt.] (FZ 4.1.1851. S. 3)

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