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Deutsche und kamerunische Jugendsprache im Kontrast

Untersuchungen zur lexikalisch-semantischen und pragmatischen Kreativität mit didaktischem Bezug zum DaF-Unterricht

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Eugeune Colinet Tatchouala

Jugendsprache ist heutzutage ein internationales Thema von besonderer Brisanz für die Forschung, Öffentlichkeit und Bildung. Der Beitrag zur sprachlichen Kreativität deutscher und kamerunischer Jugendlicher mit didaktischem Bezug zum Deutschunterricht zeigt deutlich aufschlussreiche Unterschiede wie aber auch überraschende Ähnlichkeiten zwischen zwei sprachlich und kulturell weit auseinanderliegenden Varietäten: der deutschen und kamerunischen Jugendsprache. Durch die vergleichende linguistische Analyse werden auch Möglichkeiten und Grenzen kontrastiver Betrachtungsweisen aufgezeigt. Anhand konkreter Beispiele aus dem Unterricht und auf Basis von Ergebnissen aus der Motivationsforschung, Mehrsprachigkeitsdidaktik und germanistischen Variationslinguistik stärkt die Studie zudem den Stellenwert der Jugendsprache als bedeutende Stütze im Sprachunterricht Deutsch. Somit verschafft diese empirische Arbeit durch ihren praktischen Bezug, ihre kontrastive Perspektive und ihre didaktische Ausrichtung einen tiefen Einblick in die Thematik Jugendsprache.
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2 Sprachsituation in Deutschland und Kamerun: Anregungen zur kontrastiven Betrachtung deutsche Jugendsprache – Camfranglais

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Deutschland und Kamerun sind zwei multilinguale Gesellschaften mit unterschiedlichem geschichtlichem Hintergrund. In diesem Kapitel sollen die sozialen Aspekte von Migration und Kolonisation, die Deutschland und Kamerun in ihrer vielschichtigen Vergangenheit erlebt haben, zur Untermauerung der Herausbildung und Entwicklung der Mehrsprachigkeit in beiden Ländern dargestellt werden. Andere wichtige zusätzliche Faktoren, die bei der Beschreibung ebenfalls berücksichtigt werden sollen, sind die Globalisation und das Fremdsprachenlernen. Diesen Ausführungen folgen dann die Konsequenzen der entstandenen Lage der Plurilingualität, die beträchtliche Einflüsse auf verschiedenen Ebenen mit sich bringt. An dieser Stelle betrachte ich die bestehende Mehrsprachigkeit aus einem rein linguistischen Blickwinkel als eine wichtige Parallele zwischen den beiden Nationen und als einen der wissenschaftlichen Beweggründe für die Vergleichbarkeit der Sprachen Jugendlicher aus diesen Kulturräumen. Die Gründe für die Mehrsprachigkeitssituation sind für beide Länder indes unterschiedlich. In Deutschland ist sie maßgeblich auf Migrationsbewegungen und in Kamerun auf Kolonisation zurückzuführen.

Folgende Einschränkung ist vorweg zu nehmen: Da die vorliegende Arbeit weder eine geschichtliche noch eine sozioökonomische ist, kann nur die sprachliche Ebene im Fokus stehen. Ursachen und Konsequenzen der Migration und Kolonisation in anderen Bereichen (Politik, Wirtschaft, Erziehung u. a.) werden somit absichtlich von der Untersuchung ausgeklammert. Die historische Beschreibung erhält ihre Relevanz nur dadurch, da diese Ausführungen als Bestätigung der These der bestehenden Mehrsprachigkeit herangezogen werden. Diese Mehrsprachigkeit nimmt, wie bereits angedeutet, eine besondere Stelle in den Rahmenbedingungen der angestrebten...

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