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Deutsche und kamerunische Jugendsprache im Kontrast

Untersuchungen zur lexikalisch-semantischen und pragmatischen Kreativität mit didaktischem Bezug zum DaF-Unterricht

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Eugeune Colinet Tatchouala

Jugendsprache ist heutzutage ein internationales Thema von besonderer Brisanz für die Forschung, Öffentlichkeit und Bildung. Der Beitrag zur sprachlichen Kreativität deutscher und kamerunischer Jugendlicher mit didaktischem Bezug zum Deutschunterricht zeigt deutlich aufschlussreiche Unterschiede wie aber auch überraschende Ähnlichkeiten zwischen zwei sprachlich und kulturell weit auseinanderliegenden Varietäten: der deutschen und kamerunischen Jugendsprache. Durch die vergleichende linguistische Analyse werden auch Möglichkeiten und Grenzen kontrastiver Betrachtungsweisen aufgezeigt. Anhand konkreter Beispiele aus dem Unterricht und auf Basis von Ergebnissen aus der Motivationsforschung, Mehrsprachigkeitsdidaktik und germanistischen Variationslinguistik stärkt die Studie zudem den Stellenwert der Jugendsprache als bedeutende Stütze im Sprachunterricht Deutsch. Somit verschafft diese empirische Arbeit durch ihren praktischen Bezug, ihre kontrastive Perspektive und ihre didaktische Ausrichtung einen tiefen Einblick in die Thematik Jugendsprache.
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4 Methodologische Überlegungen

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4.1 Vorbemerkung

Für die Bearbeitung einer neuen Fragestellung müssen passende Methoden gefunden werden. Unterschiedliche Arbeitsmethoden in der linguistischen Literatur, die an bestimmte linguistische Theorien gebunden sind, sowie von der Linguistik von anderen Wissenschaften entlehnte Forschungsverfahren gelten nur als Wegweiser für die Weiterforschung und nicht als Kanon der Methodik im Bereich der Sprachwissenschaft. Die Methodenwahl des Forschers hängt vom Forschungsthema, vom Untersuchungsgegenstand und vom verfolgten Ziel ab. Der Forscher kann demnach je nach Anforderungen eine Methodenkombination verwenden oder eine spezielle Methode einsetzen, um zu nachvollziehbaren Ergebnissen zu gelangen. Die blinde Befolgung von traditionellen Methoden und Theorien beim Forschen ist dementsprechend kein Ideal, denn sie kann den Weg zur Innovation versperren und den Sprachwissenschaftler daran hindern, aus der Erforschung vom Besonderen280 durch Sonderwege Neues (Ungeahntes) hervorzubringen. Auch der ausgewählte Forschungsansatz hängt vom Forschungsziel ab. Für die vorliegende Arbeit habe ich den kontrastiv-interkulturellen Ansatz bevorzugt, um die Sprachkreativität deutscher und kamerunischer Jugendlicher auf der lexikalisch-semantischen und pragmatischen Ebene zu beschreiben. Andere Ansätze der Jugendsprachforschung, vor allem der meist empfohlene ethnografische bzw. ethnomethodologische Ansatz,281 stellen weitere Betrachtungsmöglichkeiten dar. Auf den ausgewählten Ansatz (Kap. 4.2) und die ausgewählten Forschungsmethoden (Kap. 4.3) für die vorliegende Studie wird im Folgenden näher eingegangen.

4.2 Kontrastiv-interkultureller Ansatz als neue Forschungsperspektive

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