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Migration und kulturelle Diversität

Tagungsbeiträge des XII. Internationalen Türkischen Germanistik Kongresses- Bd. I: Literatur- und Übersetzungswissenschaft

Metin Toprak and Ali Osman Öztürk

Der erste Band enthält die literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Beiträge des XII. Türkischen Internationalen Germanistik Kongresses, der im Mai 2014 in Kocaeli/Türkei unter dem Thema Migration und kulturelle Diversität stattfand. Der Band ist in zwei Hauptkapitel unterteilt und enthält insgesamt 33 Beiträge, die mehrheitlich der Sektion Literaturwissenschaft zugeordnet sind und in aller Breite an den Titel des Kongresses anknüpfen. Es handelt sich dabei auch um Überlegungen und Analysen aus dem Bereich der Übersetzungswissenschaft, deren Themen aber im Fokus der Migration und kulturellen Diversität behandelt werden.
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Vertraute Fremde. Eine andere Geschichte Innsbrucks

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Der Österreicher war immer kosmopolitisch: von Spanien, Holland, Italien, von Frankreich, Belgien, Böhmen und Polen, vom Balkan und aus der Türkei gar sind viele unserer Vorfahren eingewandert und in der östlichen Hauptstadt des Westens zu Wienern geworden. Fast jeder Österreicher hat Verwandte im Ausland. Oskar Kokoschka

Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck präsentiert sich in den letzten Jahren vermehrt als „Weltstadt“. Durch die wirkungsvolle und in unterschiedlicher Hinsicht folgenreiche Bewegung von Menschen mit deren sozialem Kapital veränderten sich die Stadt und ihre Bevölkerung. Heute verfügen um die 20% der BewohnerInnen Innsbrucks über einen Migrationshintergrund.1 Sie kommen aus zahlreichen Ländern. In den historischen Narrativen, Museen und dem Selbstanspruch der Stadt spielt Migration aber erstaunlicherweise keine Rolle. Hier gibt es einen offensichtlichen Bruch zwischen den realen Auswirkungen der Migration auf die Stadt und deren Sichtbarkeit im offiziellen Diskurs der Mehrheitsgesellschaft. Migration und deren vielfältige Folgen und Auswirkungen sind in den Werken zur Stadtgeschichte Innsbrucks oder bekannten Standardpublikationen zur Tiroler Geschichte praktisch nicht zu finden. Seit der Unterzeichnung der Anwerbeabkommen Österreichs mit Spanien (1962), der Türkei (1964) und Jugoslawien (1966) sind 50 Jahre vergangen, in denen sich auch die Stadt Innsbruck nachhaltig verändert hat. Ohne die diversen Migrationsbewegungen wäre Innsbruck heute nicht die Stadt die sie ist, ohne sie ist dementsprechend auch die jüngere Stadtgeschichte nicht zu verstehen. Die Dissertation versucht daher einen neuen Blick auf diese bisher unsichtbaren und auch ver-unsichtbarten Seiten der Stadtgeschichte zu werfen und die...

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