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Komplexe deutsche Nominalphrasen und ihre polnischen Entsprechungen

Eine konfrontative Studie

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Magdalena Urbaniak-Elkholy

Den Gegenstand der Untersuchung bilden komplexe deutsche Nominalphrasen und ihre polnischen Entsprechungen in konfrontativem Vergleich. Die zentrale Problemstellung bildet die Ermittlung systembedingter Differenzen in deren Struktur. Ziel der Arbeit ist, Attribute in komplexen Nominalphrasen und den in diesen als adnominale Attribute fungierenden Adjektiv-, Partizip- und Adverbphrasen des Deutschen und des Polnischen unter morphosyntaktischem und topologischem Aspekt zu klassifizieren. Anhand der Analyse werden sowohl die möglichen morphologischen Repräsentationen der Attribute als auch ihre prä- bzw. postnukleale Anordnung in solchen komplexen Phrasen im Einzelnen dargestellt.
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3 Adnominale Attribute des Deutschen und des Polnischen

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3.  Adnominale Attribute des Deutschen und des Polnischen

Gegenstand dieses Kapitels sind deutsche und polnische Attribute, die zum nominalen Kern einer Phrase treten können. Dazu wird zunächst untersucht, Attribute welcher morphologischen Repräsentation zum Kernnomen einer deutschen und einer polnischen Nominalphrase möglich sind. Weiterhin soll geprüft werden, in welcher Anordnung relativ zum Kernnomen die adnominalen Attribute im Deutschen und im Polnischen auftreten, um so zu einer morphosyntaktischen Konfrontation der adnominalen Attribute in deutschen und polnischen Nominalphrasen zu kommen.

Im Weiteren werde ich davon ausgehen, dass Nomina generell als Nominalphrasen gelten können. Ich schließe mich damit der Ansicht von Welte (1974:409) an, der die Nominalphrase als „endozentrische Konstruktion“ definiert, „deren ‘head’ (Nukleus) in der Oberflächenstruktur sowohl von pränominalen als auch postnominalen Modifikatoren […] ‚näher bestimmt‘ sein kann“. Laut Bzdęga (1977:169) wird unter Nominalphrase ein Satzglied verstanden, das „sich syntagmatisch auf ein N (Nomen) reduzieren oder paradigmatisch durch ein N ersetzen lässt“. Wandruszka (1997:203f.) dagegen klassifiziert als Nominalphrasen „alle morphosyntaktisch abgeschlossenen einfachen oder komplexen Nominalausdrücke“ und bezeichnet Nominalphrasen „als Komplement fungierende Nomina oder komplexe Ausdrücke mit einem Nomen als lexikalischem Nukleus […] oder als Argument-Kopf“. Engel (1994:116) deutet darauf hin, dass „Nomina […] besonders vielfältig zu Phrasen ausbaubar sind“. Engel (2009a:286f.) verweist überdies darauf, dass es „ein gewaltiger Schritt vom Nomen“ ist, das nur „Benennungsfunktion“ hat, zu der Phrase, die „einen Wirklichkeitsentwurf“ macht. Aus dem gerade Dargestellten lässt sich in Anlehnung...

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