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Die Sprache und ihre Wissenschaft zwischen Tradition und Innovation / Language and its Study between Tradition and Innovation

Akten des 45. Linguistischen Kolloquiums in Veszprém 2010- Proceedings of the 45 th Linguistics Colloquium, Veszprém 2010

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Edited By József Tóth

Der Band enthält 34 Beiträge, die beim 45. Linguistischen Kolloquium in Veszprém (Ungarn) vom 16. bis 18. September 2010 präsentiert wurden. Die Autoren beschäftigen sich mit älteren und neueren Arbeitsfeldern der Sprachwissenschaft sowie ihren innovativen Ergebnissen. Die internationale Zusammensetzung der Kolloquiumsteilnehmer und ihre diversen methodischen Standpunkte und Aspekte bieten ein breit gefächertes Forschungsfeld im linguistischen Wissenschaftsbetrieb. Neben Angewandter Linguistik, Interkultureller Linguistik, Pragmatik, Lexikologie, Semantik, Kontaktlinguistik und Grammatikographie ist auch die Sektion Fremdsprachendidaktik vertreten. Darüber hinaus werden in dem Sammelband Fragen für künftige Forschungen formuliert.
This volume presents 34 papers delivered at the 45th Linguistics Colloquium in Veszprém (Hungary) from 16th to 18th September, 2010. The authors deal with older and newer fields of work in linguistics as well as their innovative results. The international composition of the participants and the various methodological positions and aspects of the academic activities in linguistics offer the possibility of a broad field of research. Apart from Applied Linguistics, Intercultural Linguistics, Pragmatics, Lexicology, Semantics, Contact Linguistics and Grammaticography, the book also presents Foreign Language Didactics. Moreover, the book suggests topics for future research.
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Peter Ernst: Plädoyer für eine Linguistik der Emotionen

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Plädoyer für eine Linguistik der Emotionen

Peter Ernst

Einleitung

Am Anfang der modernen synchronen Sprachwissenschaft, bekanntlich mitbegründet durch Ferdinand de Saussure zu Beginn des 19. Jahrhunderts, steht das abstrakte System. Saussure nannte es „langue“, aber es ist nicht allein seine Erfindung, denn diese Ideen lagen damals gleichsam „in der Luft“. Die „Pragmatische Wende“ am Ende der 60-er Jahre des 20. Jahrhunderts rückten die Rolle der Gesellschaft in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Pragmatiker sahen und sehen keinen Sinn in der Beschreibung von Sprache als abstraktem System, sondern nur in der Herausarbeitung der soziologischen Funktionen und Leistungen von Sprache. Es scheint, als würden wir nun, am Anfang des 21. Jahrhunderts, vor einem weiteren Wendepunkt der Linguistik stehen – oder wahrscheinlich sind wir schon mitten in der Entwicklung –, die das Individuum als Maß aller Dinge sieht. Im Zentrum der Betrachtung steht der einzelne Sprachverwender: Die Kognitive Linguistik möchte wissen, was in seinem Gehirn vor sich geht, die Perzeptive Sprachforschung erkundet die Meinungen und Ansichten der Sprachbenutzer über ihre eigene Sprache und die der Anderen, und auf einmal stehen individuelle Erfahrungen wie Höflichkeit und Gefühle im Zentrum der Aufmerksamkeit.



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