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Der regulierungsrechtliche Rahmen für ein Offshore-Stromnetz in der Nordsee

Rechtliche Hemmnisse und Vorschläge für deren Überwindung

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Franz Jürgen Säcker, Carsten König and Lydia Scholz

Ein integriertes Offshore-Stromnetz in der Nordsee kann zu einer klimafreundlichen, sicheren und wettbewerbsfähigen Energieversorgung beitragen und damit einen wichtigen Baustein zu einer EU-orientierten Energiepolitik liefern. In dieser Untersuchung werden die regulierungsrechtlichen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb eines solchen Netzes stellen, näher beleuchtet. Insbesondere gehen die Autoren der Frage nach, ob die geltenden europäischen und nationalen Rechtsnormen für die Errichtung und den Betrieb von Energieinfrastruktur auch auf ein integriertes Netz in der Nordsee passen oder ob und gegebenenfalls inwieweit sich aus ihnen rechtliche Hemmnisse ergeben, die beseitigt werden müssen.
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A. Einleitung

← XVIII | 1 →A. Einleitung

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Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern.1 Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in demselben Zeitraum auf über 30 Prozent erhöht wird; zuletzt ist die Europäische Kommission sogar von einer Steigerung auf 37 Prozent ausgegangen.2 Die Offshore-Windenergie nimmt dabei in den Planungen der Kommission und der Mitgliedstaaten einen hohen Stellenwert ein. So soll z. B. in Deutschland die installierte Offshore-Windenergieleistung bis zum Jahr 2030 auf 15 GW erhöht werden.3 Für Großbritannien ist der Ausbau der Windenergie eines der Hauptinstrumente, um bis zum Jahr 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch in Höhe von 15 Prozent zu erreichen. Die installierte Offshore-Windenergieleistung soll deshalb bis dahin auf 16 GW und bis zum Jahr 2030 auf 39 GW gesteigert werden.4 Europaweit könnte die installierte Offshore-Leistung bis zum Jahr 2030 auf 150 GW steigen.5 Die meisten Anlagen sollen in der Nordsee errichtet werden, die sich wegen hoher Windgeschwindigkeiten6, einer geringen durchschnittlichen Tiefe von nur 94 Metern und vergleichsweise flachen Küsten gut für die Stromerzeugung mit Offshore-Windenergieanlagen eignet.

← 1 | 2 → Die Anbindung von Offshore-Windenergieanlagen an die Elektrizitätsversorgungsnetze an Land erfolgt bisher mit einzelnen Leitungen oder Sammelanbindungen, die mehrere Anschlussleitungen verbinden und gebündelt zum Festland führen. Ein Netz, also eine Vielzahl von miteinander verbundenen Leitungen, gibt es in der Nordsee bisher nicht. Die Anzahl...

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