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Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation - Materiality and Mediality of Linguistic Communication

Akten des 47. Linguistischen Kolloquiums in Olsztyn 2012 - Proceedings of the 47 th Linguistics Colloquium in Olsztyn 2012

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Edited By Ewa Zebrowska, Mariola Jaworska and Dirk Steinhoff

Dieser Band versammelt Beiträge des 47. Linguistischen Kolloquiums an der Universität Olsztyn (Polen) zum Thema Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation. In den beiden letzten Jahrzehnten haben die Medien in allen Lebensbereichen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Wahl des Rahmenthemas trägt dem Rechnung und macht zugleich deutlich, dass sich auch die sprachwissenschaftliche Forschung zunehmend für Formen und Inhalte medialer Kommunikation interessiert, indem sie sprachliche Äußerungen in ihrem kommunikativen, funktionalen und kulturellen Kontext zum Gegenstand der Untersuchung macht.
This volume encompasses contributions of the 47 th Linguistics Colloquium at the University of Olsztyn (Poland) concerning the Materiality and Mediality of Linguistic Communication. In the last two decades, linguists have expressed a growing interest in the increasing presence of the media in all areas of life. Against this background, linguistic utterances in their communicative, functional, medial and cultural context have become subjects of research.
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Medialität und Materialität der Sprache und des Textes. Ein kreatives Chaos?

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Roman Opiłowski (Wrocław)

Kommunikative Möglichkeiten und Herausforderungen des Alltags bewirken eine intensive Entwicklung und gestiegene Verwendung bewährter und neuer Textmerkmale. Die Textlinguistik, die stets am kommunikativ-funktionalen Gerüst von massenmedialen Texten interessiert ist, fragt indes auch nach denjenigen Textmerkmalen, die die Texte zu sichtbaren und wirksamen Mitteln des Wissenstransfers und des funktionalen Erfolgs machen (vgl. Antos 2007) und eine nahezu uneingeschränkte Distribution von Texten ermöglichen. Gemeint werden hier vornehmlich die Medialität und Materialität von Texten. Sie sind im medialen Zeitalter als bedeutende Ergänzung von grundlegenden Textualitätsmerkmalen im Sinne von de Beaugrande / Dressler (1981) anzusehen. Auch andere okkasionelle bzw. periphere Textmerkmale begleiten die Medialität und Materialität, die insbesondere die Sphäre der auf menschliche Sinne, Emotionen und Wahrnehmung wirkenden Visualität betreffen, wie z.B. Gegliedertheit, gesellschaftliche Legitimität, Kulturalität, Musterbezogenheit oder Gestalthaftigkeit (vgl. Stöckl 2004: 100–104).

Die Konzentration auf mediale und materielle Aspekte von Texten erfordert zunächst eine erweiterte, multikodale Perspektive auf Text (vgl. z.B. Fix 2008: 31–33), womit die deutsche und englischsprachige (Text-)Linguistik vertraut ist und ohne eine Gefahr für den zentralen Gegenstand Sprache zu befürchten, gerne eine solche Forschungsperspektive zulässt.1 So fallen z.B. urbane Texte durch ein ästhetisierendes Arrangement der Schrift, durch die nicht selten künstlerische Sichtbarmachung der Schrift (Materialität) auf Ladenschildern, Fahrzeugkarosserien oder freistehenden Werbeträgern (Medialität) auf. Der materielle Auftritt der Schrift korrespondiert also auf Engste mit dem...

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