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Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation - Materiality and Mediality of Linguistic Communication

Akten des 47. Linguistischen Kolloquiums in Olsztyn 2012 - Proceedings of the 47 th Linguistics Colloquium in Olsztyn 2012

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Edited By Ewa Zebrowska, Mariola Jaworska and Dirk Steinhoff

Dieser Band versammelt Beiträge des 47. Linguistischen Kolloquiums an der Universität Olsztyn (Polen) zum Thema Materialität und Medialität der sprachlichen Kommunikation. In den beiden letzten Jahrzehnten haben die Medien in allen Lebensbereichen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Wahl des Rahmenthemas trägt dem Rechnung und macht zugleich deutlich, dass sich auch die sprachwissenschaftliche Forschung zunehmend für Formen und Inhalte medialer Kommunikation interessiert, indem sie sprachliche Äußerungen in ihrem kommunikativen, funktionalen und kulturellen Kontext zum Gegenstand der Untersuchung macht.
This volume encompasses contributions of the 47 th Linguistics Colloquium at the University of Olsztyn (Poland) concerning the Materiality and Mediality of Linguistic Communication. In the last two decades, linguists have expressed a growing interest in the increasing presence of the media in all areas of life. Against this background, linguistic utterances in their communicative, functional, medial and cultural context have become subjects of research.
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Konzeptuelle Metaphern als ideell-materielles Medium zwischen Denken und Sein

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Valentina Stepanenko (Irkutsk)

Der Kosmos ist eine Treppe aus unterschiedlichen Stufen der „Wörtlichkeit“.Der Mensch ist Wort, das Tier ist Wort, der unbelebte Gegenstand ist Wort.Denn all das ist Sinn und sein Ausdruck.Die Welt ist die Gesamtheit einer stufenweisen Verhärtung des Wortes.Alles lebt durch das Wort und zeugt von ihm.(Losev F.A. Die Philosophie des Namens, 1927).

Dass die menschliche Seele das zu einem Bündel verdichtete Universum ist, wussten viele Philosophen und Poeten. Seit Jahrhunderten dachte und denkt man über die lebendige Seele metaphorisch nach. Am Beispiel zahlreicher konzeptueller Metaphern aus dem Russischen, Deutschen und Englischen habe ich bewiesen, dass die Gestalt des Seins die formale Seite des Konzepts «Душа.Seele.Soul» darstellt. Das Modell des Konzepts wurde als prototypisches Gerüst dargestellt, dessen Streben natürliche, mineralische, botanische, zoomorphe und anthropomorphe Vorstellungen von der Seele sind (Stepanenko 2006).

Ziel des vorliegenden Artikels ist es, zu demonstrieren / zu beweisen, dass die konzeptuelle Metapher als ideell-materielles Phänomen eine Art Brücke zwischen Denken und äußerer Welt darstellt. Das metaphorische Kontinuum ist strukturiert und stellt sich als Bild des Seins mit einem etappenweisen Übergang von einer Ebene zur anderen dar – vom Ideellen zum Materiellen und umgekehrt. Durchgeführt wurde die Analyse des praktischen Materials im Rahmen der Theolinguistik, zu deren Hauptaufgaben gehört, den Menschen näher an das Verständnis des Sakralen heranzuführen und zu zeigen, wie sich unterschiedliche Formen der Wirklichkeit in der Sprache, insbesondere in der konzeptuellen Metapher,...

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