Show Less
Restricted access

Blattdolmetschen in paradigmatischer Perspektive der anthropozentrischen Translatorik

Series:

Jerzy Zmudzki

Der Autor identifiziert das Blattdolmetschen als eine autonome Translationsart, die er typologisch zuordnet. Seine Untersuchungen vollziehen sich im Paradigma der anthropozentrischen Translatorik von F. Grucza und S. Grucza. Sie stützen sich auf originelles Textmaterial, also auf Aufzeichnungen von authentischen Verdolmetschungen. Hierbei wird die Methode der Autodeskription von mentalen Prozessen während des Blattdolmetschens und der Sprechsynthesizer angewandt. Jerzy Żmudzki kommt zu einer konträren Differenzierung des Blattdolmetschens gegenüber den bisherigen Zuordnungen und Definitionen u. a. als (Stegreif-)Übersetzen. Einer wesenhaften Kennzeichnung werden im Buch auch das Controllingsystem und seine Funktionsweise im Blattdolmetschprozess unterzogen.
Show Summary Details
Restricted access

16. Desiderative Forschungsperspektiven auf die Realität des Blattdolmetschens und des Blattdolmetschers. Forschungsmethoden und Forschungsziele

Extract



Trotz einer methodologischen Expansion der Eye-Tracking-Methode in relativ vielen aktuell realisierten Forschungsprojekten im internationalen Maßstab wird mit dem vorliegenden Untersuchungsergebnis postuliert, die Eye-Tracking-Methode mit der Methode der Autodeskription auf der Basis der Sprechsynthesizer funktional zu vereinigen, weil damit mehr Daten gewonnen, ausgewertet und verglichen werden können sowie durch diese diversen Elizitätsquellen der Zielbereich der Untersuchung und die aspektuelle Differenziertheit eine größere Objektivität der finalen Aussagen erfährt. Die grundlegende Leistung der Eye-Ttracker-Untersuchungen u.a. auch im Bereich des Blattdolmetschens besteht in der äußeren Registrierung der Blickbewegungen bei der perzeptiven Anvisierung eines zu verdolmetschenden schriftlichen AS-Textes durch den Dolmetscher, womit die Wege des rezeptiven Absuchens der syntaktisch-topologischen AS-Texträume und die Rekonstruktionsrichtungen des AS-Textsinns nachgezeichnet werden können. Es werden dabei folgende Schwerpunkte mit dem Eye-Tracker erfasst:

a)Fixationspunkte, d.h. Wörter mit einem für die Rekonzeptualisierungsleistung besonderen Wert,

b)die Zeit der Fixation, mit der man auch den Rang des fixierten Elements bemessen kann,

c)Sakkaden als Richtungen und Pfade der strategischen Blickbewegungen, mit denen deutliche Unterschiede in der transfermodusabhängigen Rezeption erfasst werden sowie ein strategisches Mapping mit einer bestimmten Modellierungsfunktion nachgezeichnet wird,

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.