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Die narrative Anamnese im Rahmen einer biographischen Diagnostik im pflegerischen Setting der kardiologischen Rehabilitation

Eine konzeptuelle Entwicklung

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Miriam Tariba Richter

In der stationären kardiologischen Rehabilitation steht kein geeignetes diagnostisches Instrument zur Verfügung, um individuelle und psychosoziale Probleme und Ressourcen der Rehabilitand_innen einzuschätzen. Dadurch werden bestehende individuelle, soziale, geschlechts- und altersspezifische Anforderungen häufig verkannt und angestrebte Rehabilitationsziele können nur eingeschränkt erreicht werden. Durch die Entwicklung einer narrativen Pflegeanamnese und biographischen Pflegediagnostik können im Gegensatz zur herkömmlichen Diagnostik subjektive und kontextspezifische Bedeutungsstrukturen erhoben und vielfältige Verstehensprozesse gefördert werden. Damit gelingt es, wichtige Rehabilitationsziele an die subjektiven Anforderungen der Rehabilitand_innen anzupassen sowie deren Partizipation zu fördern.
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2. Das pflegerische Handlungsfeld im Setting der kardiologischen Rehabilitation

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Die kardiologische Rehabilitation wurde, wie bereits thematisiert, wegen der zeitlichen Ressourcen des Handlungsfeldes, dem Bedarf einer stärkeren Profilierung des pflegerischen Aufgabenbereichs in der Prävention und Rehabilitation im professionstheoretischen Sinne sowie der individuellen und subjektbezogenen Unterstützung der Rehabilitand_innen im Rehabilitationsprozess ausgewählt. Unter dem Begriff des Settings verstehe ich in dieser Arbeit die Lebens- und Arbeitswelt innerhalb des Systems der kardiologischen Rehabilitation, während der Begriff des pflegerischen Handlungsfeldes sich spezifisch auf den Handlungsgegenstand der Berufsgruppe der Pflegenden beziehen soll. Das Setting der kardiologischen Rehabilitation ist durch bestimmte Anforderungen charakterisiert, die zu Beginn dargestellt werden. Das folgende Kapitel zeigt die koronare Herzkrankheit (Kapitel I.2.1.) auf. Neben den Grundlagen des Herzkreislaufsystems (Kapitel I.2.1.1.) und dem Krankheitsbild (Kapitel I.2.1.2.) werden epidemiologische Daten (Kapitel I.2.1.3.) abgebildet. Die Risikofaktoren einer koronaren Herzkrankheit gehen auf beeinflussbare Faktoren, und dort überwiegend auf die Lebensumstände der Betroffenen, zurück. Dazu sind personen- und kontextbezogene Einflussfaktoren und Auswirkungen von Bedeutung (Kapitel I.2.1.4.). Nach der Darstellung der Symptomatik und Diagnostik (Kapitel I.2.1.5.) zeigen die therapeutischen Möglichkeiten in der Behandlung (Kapitel I.2.1.6.) als auch die Versorgungslage und -programme bei der koronaren Herzkrankheiten (Kapitel I.2.1.7.) die Herausforderungen der Versorgungssituation auf. Die Auswirkungen, z.B. aufgrund eines koronar induzierten Herzinfarktes, sind gravierend: Daher befasst sich das anschließende Kapitel mit den individuellen und wirtschaftlichen Folgeerscheinungen (Kapitel I.2.1.8.) und der Bedeutungszuschreibung bei der Krankheitsbewältigung chronischer Herzkrankheiten (Kapitel I.2.1.9.). Die Sekundär- und Tertiärprävention nimmt eine bedeutende Stellung im Präventionsbereich kardiologischer Erkrankungen ein (Kapitel I.2.1.10.), daher...

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