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Psychotraumatherapeutische Behandlung von Patienten nach Akutem Herzinfarkt

Eine Psychotherapievergleichsstudie in der stationären Rehabilitation

Klaus Thomsen

Der Akute Herzinfarkt ist für die betroffene Person ein beängstigendes Erlebnis. Oft tritt er ohne Vorwarnung ein. Jeder siebente Patient entwickelt danach eine Posttraumatische Belastungsstörung mit psychischen Symptomen wie Ängstlichkeit, Depressionen, Reizbarkeit und Flashbacks. Dies ist ein weiteres Risiko für einen erneuten Infarkt und beeinträchtigt den Heilungsverlauf. Kann Psychotraumatherapie mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) diesen Patienten helfen, sich schneller und nachhaltiger emotional zu stabilisieren?
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2. Akute und rehabilitative Behandlung der KHK in Deutschland

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Seit Juni 2006 existiert eine Nationale Versorgungsleitlinie Koronare Herzkrankheit. Sie wird wie Leitlinien zu anderen Erkrankungen in einer Arbeitsgemeinschaft von der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften entworfen (Nationale Versorgungsleitlinien 2011). Sie wurde 2011/2012 erneut überarbeitet. Sie umfasst eine Lang- sowie eine Kurzversion für Mediziner zur Behandlungsanleitung und eine Patientenversion zur Aufklärung. In ihr wird der jeweils aktuelle Stand einer fachgerechten Behandlung der KHK und im konkreten Fall eines Herzinfarktes beschrieben.

Bei Verdacht auf eine KHK können Mediziner anhand von Checklisten ihr Vorgehen planen: ambulante Diagnostik mit Ruhe- oder Stress-Echo-Kardiogramm EKG, medikamentöse Notfallbehandlung, Herzkatheteruntersuchung mit Gabe von Kontrastmitteln und Röntgenvideoaufnahme, Gabe von Medikamenten zur Lösung von Thromben (Thrombolyse), Erweiterung von Stenosen mittels Ballonkatheters (PTCA) und Setzen von Draht- oder Plastikröhrchen (Stents) zur Stabilisierung erweiterter Koronararterien.

Falls diese konservativ-kardiologischen Interventionen nicht ausreichend sind, wird man herzchirurgischen Maßnahmen wie Bypass-Operationen durchführen. Dabei werden je nach Lokalisation und Anzahl der Stenosen ein oder mehrere körpereigenen Arterien oder Venen als Umleitungsgefäße an die verengten Koronararterien angenäht.

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