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Liberale Europapolitik 1949–1989

Die Europapolitik der FDP zwischen 1949 und 1989- Mit einem Vorwort von Hans-Dietrich Genscher

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Andreas Moring

Diese Arbeit untersucht die Europapolitik der Freien Demokratischen Partei zwischen dem Zeitpunkt der deutschen Teilung und dem Fall des Eisernen Vorhangs. Ziel ist es, die Traditionen liberaler Europapolitik und deren Anpassung an die sich wandelnden nationalen und internationalen Umstände aufzuzeigen und zu erklären. Welche Gruppen und Persönlichkeiten vertraten welche Interessen und Ziele? Wer setzte sich durch und warum? Was war an der Politik der FDP eigentlich liberal? Folgten die Liberalen in Deutschland einem bestimmten Leitbild der Integration? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Diese Arbeit ist die erste umfassende wissenschaftliche Darstellung und Analyse des Themenbereichs und vereint politikwissenschaftliche und historische Perspektiven, um ein profundes Verständnis liberaler Europapolitik im Kalten Krieg zu erreichen.
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1. Einführung

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1.1. Gegenstand der Untersuchung

Die Freie Demokratische Partei war in der Zeit zwischen 1949 und 1989 mit nur zwei Ausnahmen (1956 bis 1960 sowie 1966-1969) Regierungspartei in der Bundesrepublik Deutschland. Zudem verantwortete die FDP in allen Regierungen mit ihrer Beteiligung für die Europapolitik wichtige Politikressorts beziehungsweise Ministerien, seit 1969 das Auswärtige Amt. Damit ist die Freie Demokratische Partei einer der führenden politischen Kollektivakteure in der Bundesrepublik Deutschland und Westeuropa im Untersuchungszeitraum gewesen. Ihre Vorstellungen von Europapolitik und Europäischer Integration waren ein wesentlicher und entscheidender Faktor zum Verständnis der Europapolitik der Bundesrepublik Deutschland von der Gründung bis zum Ende des Kalten Krieges 1989. Diese Untersuchung soll die Fragen beantworten, wie die Freie Demokratische Partei zwischen 1949 und 1989 Europäische Integration definierte, was sie unter „Europa“ verstand und wie sie ihre Ziele und ihre Europapolitik umsetzen konnte.

Programmatische Aussagen zur Europapolitik hatten im deutschen Liberalismus, vor allem Linksliberalismus eine Tradition, die zumindest bis in die Weimarer Zeit deutlich zurückzuverfolgen ist. Den liberalen „Europa“-Vorstellungen im deutschsprachigen Raum aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie aus der Zeit des deutschen Kaiserreiches, aus den Weimarer Jahren und den „Jahren der Besatzung“ (Theodor Eschenburg) bis zur Gründung der Bundesrepublik ist deshalb ein knapper Rückblick gewidmet worden.

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