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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Noëls Epistemologie

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68

Der Zielgedanke, dem das Buch Notes d’Épistémologie thomiste69 des Löwener Professors dienen will, und der in jedem dieser, zu einem Bande vereinigten Artikel klar hervortritt, ist der, den mannigfachen Nutzen aufzuweisen, den eine Verwertung des erkenntnistheoretischen Gehaltes der thomistischen Philosophie der modernen Philosophie, gerade an der Stelle, an welcher heute die philosophische Diskussion angekommen ist, bringen würde, und zwar vor allem für die Lösung des erkenntnistheoretischen Grundproblems, des Erkenntnisproblems im engeren und eigentlichen Sinne. Ein Beginnen, dem die „moderne“ Philosophie doch keinen Dank wissen würde, ist das ja heute nicht mehr; so kann Noël gleich in seinem ersten Kapitel über die „Actualité du Thomisme“, einer anlässlich des Thomas-Jubiläums in der Lütticher Universität gehaltenen Festrede, auf die Rede Arthur Lieberts vom Neapeler Philosophenkongress hinweisen; der Vorsitzende der Kantgesellschaft sprach es hier deutlich genug aus, dass ein aufgeklärter Dogmatismus wie der des hl. Thomas für die kritizistische Philosophie eine Ergänzung bedeute, deren diese nicht entraten könne, während anderseits Agostino Gemelli auf die Bereicherung hinwies, die der von der neuzeitlichen Philosophie gebrachte Gesichtspunkt des Subjektiven für den Objektivismus der Scholastik sein könne. So mag Noël denn wagen, es auszusprechen, dass die Zeit allmählich heranreife für die Verwirklichung des Zukunftsbildes, das Leo XIII. vorschwebte: eine Überbrückung der geistigen Kluft zwischen dem modernen Denken und den philosophischen Traditionen der katholischen Kirche.

Das zweite Kapitel Le ‚Problème’...

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