Show Less
Restricted access

Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

Series:

Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
Show Summary Details
Restricted access

Giuseppe Zamboni und seine Reine Gnoseologie

Extract

92

Ein Buch93 von Giuseppe Zamboni, in welchem dieser bedeutende neuscholastische Denker seine Lehre zu einem System zusammenzufassen sucht, möge uns den Anlass bieten, etwas eingehender, als es in einer Buchbesprechung gewöhnlichen Umfanges möglich wäre, auf die Gedankenarbeit dieses scharfsinnigen und tiefgründigen Philosophen zu sprechen zu kommen. Unter den Denkern, die sich dem eigentlichen Grundproblem der Erkenntnistheorie zugewandt haben, hier nach einem absolut letzten Ausgangspunkt, hinter den nicht noch weiter zurückgegangen werden kann, suchen und die so durch eine ganz radikale Auseinandersetzung mit jeder Art von Skepsis einen ganz sicheren Aufbau eines philosophischen Systems auf absolut gesicherten und gewissen Grundlagen aufführen wollen, steht Zamboni in allererster Linie. Es darf uns mit Freude erfüllen, dass in dieser Arbeit an dem Grund- und Zentralproblem der gesamten Philosophie, gerade katholische Denker als Bahnbrecher und Pioniere mit an führender Stelle stehen; über Léon Noëls Epistemologie berichteten wir im „Philosophischen Jahrbuch“ (1930); auf J. Maréchals gewaltige Gedankenleistung hoffen wir, bei einer anderen Gelegenheit zu sprechen zu kommen. Das alberne Gerede, dass katholische Philosophen keine voraussetzungslose Philosophie treiben könnten, wird ja am besten dadurch widerlegt, dass tatsächlich katholische Denker die Forderung voraussetzungslosen Denkens mit am reinsten und konsequentesten durchgeführt und so an allervorderster Stelle mitgewirkt haben, eine voraussetzungsloses – in der einzig möglichen und sinnvollen Bedeutung dieses Wortes – Philosophie aufzubauen; die Wirklichkeit eines Faktums ist ja immer noch der durchschlagendste Beweis seiner Möglichkeit. Einer derer, denen die Philosophie...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.