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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Internationaler katholischer Philosophenkongress in Prag

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Im Oktober 1932 fand zu Prag in den Gebäuden der tschechischen Staatsuniversität ein Internationaler Kongress für katholische Philosophie statt. Die Veranstalter und geistigen Väter des Kongresses waren die Philosophie-Professoren des Dominikanerordens zu Olmütz, die in den letzten Jahren eine beachtenswerte und rege philosophische Tätigkeit entfalteten; so gründeten sie vor jetzt fast 6 Jahren eine philosophische Zeitschrift, die „Filosoficka Revue“, die das philosophische Hauptorgan der tschechoslowakischen Katholiken wurde, etwa unserem „Philosophischen Jahrbuch“ entsprechend, und die – rühmliches Zeichen für die geistige Regsamkeit und Interessiertheit im tschechoslowakischen Katholizismus – es alsbald für nahezu 1000 zahlende Abonnenten gebracht hatte. Der Kongress und die Themen, die auf ihm zur Sprache kamen, verdienen auch bei uns Beachtung; im Folgenden berichten wir kurz zusammenfassend darüber im Anschluss an eine sehr ausführliche Darstellung aus der Feder von J.M. Bocheński der mustergültig geleiteten polnischen theologischen Monatsschrift „Ateneum Kapłańskie“ (Styczeń-Luty, 1933), die von den Professoren des Priesterseminars in Włocławek herausgegeben wird. An dem Kongress nahmen aus dem Ausland u.a. der jugoslawische Erkenntnistheoretiker J. Bosković, Prof. Jolivet aus Lyon, P. Kremer aus Löwen, P.E. Przywara aus Deutschland teil.

Als Hauptthema des Kongresses war formuliert worden: die Stellung der Metaphysik zu den Problemen der Gegenwart. Der Kongress war zugleich gedacht als eine machtvolle Kundgebung des katholischen Denkens im tschechoslowakischen Volk, das eine ausschlagende Stellung im geistigen Leben des Volkes zu gewinnen sich anschickt. Unter diesem Gesichtspunkt stellt der...

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