Show Less
Restricted access

Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

Series:

Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
Show Summary Details
Restricted access

Wjatscheslaw Iwanow

Extract

146

Wjatscheslaw Iwanow ist den Lesern des “Hochland” kein Fremder mehr. Dass er wirklich einer der Großen ist, die heute eine Sendung zu erfüllen und eine Botschaft zu künden haben, wird auch in den anderen Ländern, dort vielleicht noch klarer als bei uns, erkannt. Unter anderem beweist es eine Iwanow-Sondernummer der italienischen Zeitschrift „Il Convegno“; sie bringt mehrere wichtige Arbeiten von Iwanow, eine ganze Reihe Übertragungen Iwanows Geschichte – einige Übersetzungen stammen von ihm selber – sowie Aufsätze über ihn, unter andern auch die bereits im „Hochland“ (Januar 1934) erschiene Studie von Stepun. Der berühmte polnische klassische Philologe Tadeusz Zieliński sieht Iwanow vor allem im Zusammenhang mit jener großen geistesgeschichtlichen Realität der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit, die er als die „slawische Renaissance“ bezeichnet. Die europäische Welt erlebte bis jetzt zwei Renaissancen der Antike; die eine ist die, welche für uns die Renaissance schlechthin ist, die lateinische; ‚lateinisch’, weil sie vor allem die lateinischen Nationen erfasste. Sie beginnt mit Petrarca, hat in Florenz ihren Ausgangspunkt, erfasst von da aus ganz Italien und schließlich ganz Westeuropa, die germanischen und einen Teil der slawischen Länder nicht ausgenommen. Auch Shakespeare und die klassische französische Dichtung gehören zu ihr. Die zweite, die germanische Renaissance, entsteht in England; es ist der Neuhumanismus, der dann in Goethe gipfelt. Heute nun wäre die Zeit da, wo die dritte der großen Kulturrassen Europas, die slawische, Schöpferin und Trägerin...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.