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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Hans Pfeil ein christlicher Philosoph unserer Tage

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Unter den Philosophen unserer Generation, die eigenständiges Denken und Teilnahme an den geistigen Auseinandersetzungen unserer Tage mit einem klaren Bekenntnis zur christlichen Weltanschauung verbinden, kommt dem Bamberger Philosophen Hans Pfeil eine besondere Beachtung zu. Schon seine ersten Publikationen führten ihn mitten hinein in die philosophische Problematik der Neuzeit: eine Auseinandersetzung mit dem französischen Lebensphilosophen Jean-Marie Guyau, dem „französischen Nietzsche“, wie man ihn genannt hat (Jean-Marie Guyau und die Philosphie des Lebens, Augsburg 1928), und eine gründliche Untersuchung über die psychologischen und erkenntnistheoretischen Anschauungen der englischen Empiristen von Bacon von Verulam bis David Hume, die mit zu den besten Arbeiten über die neuere Philosophie gehört (Der Psychologismus im englischen Empirismus, Paderborn 1934). Während des Dritten Reiches nahm Pfeil mit Mut und Charakterfestigkeit gegen die geistfeindliche Blut-und-Boden-Theorie Stellung (Die Grundlehren des Deutschen Glaubens, Paderborn 1936, Bonifacius-Drukerei; Neuauflage von der Gestapo verboten) und kritisierte das damals propagierte Menschenbild von Friedrich Nietzsche (Der Mensch im Denken der Zeit, Paderborn 1938; von der Gestapo beschlagnahmt).

Auch in seinen Publikationen der letzten Jahre sehen wir Pfeil als einen der Denker unserer Tage, die, fest in der Tradition der philosophia perennis wurzelnd, sich doch mit der Fülle des modernen Denkens in seiner ganzen Breite und seiner ganzen Tiefe auseinandersetzen. In der Diskussion mit den Vertretern der Hauptströmungen der modernen Philosophie besitzt er in hohem Maße die Fähigkeit, überall das Positive zu sehen, und eben das bewahrt ihn auch immer davor, den...

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