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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Christliche Philosophie? Gegen die Gefahr des Wiederauflebens alter Missverständnisse

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Die Frage, ob es sinnvoll und angängig sei, von einer christlichen Philosophie zu sprechen, hat vor etwa 20 Jahren in fast allen europäischen Ländern die Geister in höchstem Grade erregt. Es ging zuweilen leidenschaftlich hin und her. Was dabei herauskam, war im Grunde genommen das, was von vorn herein eigentlich hätte klar sein sollen. Dass es nicht von vorn herein klar war, lag in erster Linie daran, dass von manchen, die sich an den Diskussion beteiligten, mehrere, scheinbar zwar verwandte, aber doch sehr verschiedene Fragen, durcheinander gebracht und miteinander vermengt wurden, während doch im Gegenteil alles darauf angekommen wäre, diese Fragen säuberlich voneinander zu trennen, und erst hernach, wenn jede für sich ihre Beantwortung gefunden hätte, zu sehen, ob nicht doch Beziehungen zwischen ihnen bestünden und die Antwort auf eine von ihnen durch die Antworten auf die anderen Beleuchtung oder Ergänzung erfahren könnte. Das Resultat dieser Diskussion, die, wie gesagt, fast alle europäischen Länder bewegte, war im Grunde genommen überall dasselbe; und so weit wie wir sehen konnten, wurde es auch in den verschiedenen Ländern im Wesentlichen unabhängig voneinander gewonnen.

Es ist hier nicht unsere Absicht, auf diese, nun schon lange zurückliegende Diskussionen, die zum Teil ein „mit der Stange im Nebel herumfahren“ darstellen, zurückzukommen. Wir könnten es auch kaum, schon weil uns im Augenblick das gesamte Material hierzu nicht oder nicht mehr oder noch...

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