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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited By Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Wird Afrika christlich?

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Vorabend der großen Gottesernte? – Immer wieder gehen alarmierende Nachrichten durch die Presse der europäischen Länder über die unheimliche Wühlarbeit der kommunistischen Sendlinge im Schwarzen Erdteil. Besonders im englischen Südafrika, wo das Vorhandensein eines schwarzen Proletariates ihnen die Arbeit erleichtert, stellt der schwarze Kommunismus bereits eine ernsthafte Drohung dar. Andere Nachrichten sind weniger auffällig, weil wir ihnen weniger in der großen Tagespresse als in den ausgesprochen katholischen Zeitschriften begegnen: die vom Vordringen des Islam in Afrika. Geräuschlos, aber unaufhaltsam stößt der Islam südwärts vor. 4 Prozent der Bevölkerung von Gesamtafrika sind moslemisch, und dieser Prozentsatz ist noch im Steigen begriffen. Die Propaganda des Islam ist das Haupthindernis der katholischen Missionstätigkeit. Das Ausstrahlungszentrum des Islam in Westafrika ist das weitgehend industrialisierte Britisch-Nigeria, wo bereits fast die Hälfte der Bevölkerung mohammedanisch geworden ist.

Doch kommen andererseits auch wieder von anderswoher erfreulichere Nachrichten; so vor allem aus Belgisch-Kongo, Kamerun, Uganda und ganz besonders aus dem belgischen Mandatsgebiet Ruanda-Burundi. Sehr interessante Angaben gerade über dieses letztere Land entnehmen wir einem wertvollen Artikel von Georges Bercruysse in der Zeitschrift „La Cité Chrétienne“. Mit hochmütig-abweisender Verachtung und offener Feindseligkeit begegnete die Bevölkerung den ersten Missionaren, die erst im Jahre 1900 – solange blieb es völlig verschollen – in das Land einzudringen vermochten. Erst zehn Jahre später erlaubte der König eine eigentliche Missionstätigkeit. Der Acker war hart und steinig, aber zäh und...

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