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Analphabetismus und Alphabetisierung in der Arbeitswelt

Befunde und aktuelle Entwicklungen

Edited By Dietmar Heisler and Gerd Mannhaupt

Funktionaler Analphabetismus gilt als eines der größten aktuellen Probleme des Arbeitsmarktes. Auf der einen Seite steigen die schriftsprachlichen Anforderungen in Gesellschaft und am Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite hat die Leo. – Level-One Studie gezeigt, dass 7,5 Millionen Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind diese Anforderungen zu erfüllen. Diese Zahl ist bemerkenswert, zumal die meisten der Betroffenen zumindest die allgemeinbildende Schule besucht haben, einige sogar eine Ausbildung absolviert haben. Umso erstaunlicher ist, dass nur wenige Menschen den Weg in die Volkshochschulen finden, um an einem Alphabetisierungskurs teilzunehmen. Gegenstand der Beiträge dieses Bandes sind die Ursachen für funktionalen Analphabetismus, seine Erscheinungsformen, die Lebenslagen funktionaler Analphabeten und existierende Lösungsansätze. Der Band dokumentiert die Fachtagung Alphabetisierung in der Berufsbildung und im beruflichen Kontext, die am 23.04.2013 in Erfurt stattfand.
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„Alpha-Quali“: Qualifizierung berufspädagogischen Personals zur lebenslagenorientierten, inklusiven Alphabetisierung junger Erwachsener. Erste Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung

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Henriette Hanisch

1. Projektstruktur

Das Projekt „Alpha-Quali“ ist ein Verbundprojekt von der Universität Erfurt, dem VHS-Bildungswerk Thüringen GmbH und dem Berufsbildungszentrum Hellweg-Lippe. Projektbeginn war im September 2012.1 Die Universität Erfurt ist im Rahmen des Projekts zuständig für die Entwicklung, Evaluation und Koordination. Das beinhaltet die Entwicklung und Erprobung eines wissenschaftlich fundierten Aus- und Weiterbildungskonzeptes im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung junger Erwachsener am Arbeitsplatz oder in der beruflichen Bildung. Ausgehend von den aktuellen Zahlen zur Größenordnung des funktionalen Analphabetismus der leo.-Level-One Studie sollen im Rahmen des Projektes Multiplikator/-innen zu diesem Problem sensibilisiert und weitergebildet werden. Zielgruppe des Projektes sind Berufsschullehrer/-innen, betriebliches und außerbetriebliches Ausbildungspersonal sowie Sozialpädagog/-innen, welche in ihrer Tätigkeit jungen Erwachsenen mit Literalitätsproblemen begegnen. Diese jungen Erwachsenen haben während ihrer Schullaufbahn lesen und schreiben gelernt, sind jedoch nicht in der Lage bzw. haben Schwierigkeiten dabei, sich Lerninhalte aus Texten/Lehrbüchern zu erschließen oder Lerninhalte zu verschriftlichen. Sie sind somit auch nicht in der Lage, den steigenden schriftsprachlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.

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