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Analphabetismus und Alphabetisierung in der Arbeitswelt

Befunde und aktuelle Entwicklungen

Dietmar Heisler and Gerd Mannhaupt

Funktionaler Analphabetismus gilt als eines der größten aktuellen Probleme des Arbeitsmarktes. Auf der einen Seite steigen die schriftsprachlichen Anforderungen in Gesellschaft und am Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite hat die Leo. – Level-One Studie gezeigt, dass 7,5 Millionen Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind diese Anforderungen zu erfüllen. Diese Zahl ist bemerkenswert, zumal die meisten der Betroffenen zumindest die allgemeinbildende Schule besucht haben, einige sogar eine Ausbildung absolviert haben. Umso erstaunlicher ist, dass nur wenige Menschen den Weg in die Volkshochschulen finden, um an einem Alphabetisierungskurs teilzunehmen. Gegenstand der Beiträge dieses Bandes sind die Ursachen für funktionalen Analphabetismus, seine Erscheinungsformen, die Lebenslagen funktionaler Analphabeten und existierende Lösungsansätze. Der Band dokumentiert die Fachtagung Alphabetisierung in der Berufsbildung und im beruflichen Kontext, die am 23.04.2013 in Erfurt stattfand.
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Alphabetisierungsarbeit im Jugendstrafvollzug. Zwischen Lebensbewältigung, Erziehungsauftrag und Resozialisierung

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Alphabetisierungsarbeit im Jugendstrafvollzug.1 Zwischen Lebensbewältigung, Erziehungsauftrag und Resozialisierung

Julia Rauschenbach, Jana Sobol

1. Einleitung

Alphabetisierungskurse haben im Jugendstrafvollzug eine ganz besondere Bedeutung, vor allem für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Gerade im Jugendstrafvollzug stellen Bildungsangebote, auch die Alphabetisierungsarbeit, wichtige pädagogische Maßnahmen zur sozialen Reintegration straffällig gewordener Jugendlicher dar. Dennoch werden diese Angebote eher randständig behandelt. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen reichen kaum aus. Im Jugendstrafvollzug sollte das Lernziel der Grundbildung somit das Erreichen „ausreichende[r] schriftsprachliche[r] Kommunikationsfähigkeiten zur funktionsfähigen sozialen und beruflichen Eingliederung der Delinquenten in die freiheitliche Gesellschaft“ (Vogel 1992, S. 113) sein. In diesem Kontext stellt der vorliegende Beitrag drei Fragen:

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