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Direktionalia im Deutschen und im Polnischen

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Elzbieta Kazimierska

Die Arbeit untersucht unter semantischen und syntaktischen Aspekten Direktionalität und die sprachlichen Mittel ihres Ausdrucks im Deutschen im Vergleich mit dem Polnischen. In den Gegenstandsbereich fallen damit Direktionaladverbien und Direktionalpartikeln sowie verbale Aggregationen mit ihnen. Die deutschen wie die polnischen Direktionaladverbien können als Satzglieder die Funktion von Adverbialangaben, Adverbialergänzungen und Prädikativa haben oder als Attribute Teile von Satzgliedern sein. Im Deutschen werden sie zudem als Verbzusätze ins Verb inkorporiert. Dieses dem Polnischen unbekannte Phänomen liegt an der Schnittstelle von Wortbildungssyntagmatik und Syntax. Auszüge aus Pressetexten, online-Artikeln und Wojciech Cejrowskis Gringo wśród dzikich plemion bilden die Materialbasis der durchgeführten Analyse.
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1. Die Adverbien des Deutschen und des Polnischen

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1.2 Die Wortart Adverb

1.2.1 Zum Terminus Wortart

Die Klassifikation der Lexeme in Wortarten (lat. partes orationes) ist eins der kompliziertesten Probleme der Grammatik. Versuche, den Gesamtbestand an Wörtern bzw. Lexemen in Wortarten zu gliedern, beginnen bereits in der Antike. Ein Lexem ist nach Saloni / Świdziński (2007, 86) „ausschließlich eine Klasse von Wortformen mit identischen bzw. regelmäßig verschiedenen Möglichkeiten des Bezugs auf die Wirklichkeit“ [Übers. - E.K.]. Glück (ed.) (2010, 396) definiert das Lexem als „eine abstrakte Basiseinheit des Lexikons, die im Sprachsystem die Menge der Wortformen eines Wortes repräsentiert“. Wegen der uneinheitlichen Gliederungsaspekte ergeben sich so zum einen willkürliche Zuordnungen und zum anderen Abgrenzungsprobleme. Ein einheitlicher Begriff der Wortart fehlt daher. Glück (ed.) (2010, 768) bezeichnet Wortart als „aus der Klassifizierung des Wortschatzes nach grammatischen Gesichtspunkten hervorgegangene G r u p p e n von Wörtern, die über (weitgehend) gleichartige grammatische Eigenschaften verfügen“. Bußmann (2002, 750) versteht sie als „Ergebnis der Klassifizierung der Wörter einer Sprache nach Form und Bedeutungsmerkmalen“. Für Berkenholtz / Schaeder (1977, 57) sind Wortarten „Klassen von Wörtern als Einheiten des s p r a c h l i c h e n V e r l a u f s . Mithilfe einer primär-induktiven Methode gewonnen, sind sie syntaktisch definiert und stellen eine grammatische Kategorie dar“. Die vorhandenen Definitionen der Wortarten insgesamt sind...

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