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Wales

Die Entdeckung einer Landschaft und eines Volkes durch deutsche Reisende (1780-1860)

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Michael Maurer

Wales – Region oder Nation? Jahrhundertelang sah man in Wales nur eine europäische Randlandschaft. In Großbritannien fallen die Waliser auf mit Selbständigkeitsbestrebungen. Diese Textsammlung dokumentiert, wie Wales in den Gesichtskreis der Europäer getreten ist. Deutsche Reisende seit dem späten 18. Jahrhundert begannen sich für Wales zu interessieren als eine alpine Landschaft, die ihrer gesteigerten ästhetischen Sensibilität für das Pittoreske und Sublime entsprach. Unter den frühen Wales-Reisenden sind berühmte Namen wie Karl Friedrich Schinkel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Hermann Fürst von Pückler-Muskau und Carl Gustav Carus. Während die meisten Wales nur kurz auf ihrer Durchreise berührten, treffen wir mit Julius Rodenberg 1856 den ersten Deutschen, der sich unter Walisern niederließ, ihre Sprache erlernte und ihre Lieder sammelte. Berichte aus romantischen Zeiten, als man Wales aber schon mit der Eisenbahn erreichen konnte.
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Kurzbiographien

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Johann Gottlieb Küttner (1755–1805), Reisender und Reiseschriftsteller, wurde in Wiedemar bei Delitzsch (Sachsen) geboren, studierte in Leipzig (Magistergrad 1789) und verbrachte viele Jahre im Dienste verschiedener Adliger (nicht zuletzt eines irischen Lords) auf Reisen durch einen großen Teil Europas (Schweiz, England, Irland, Italien, Niederlande, Frankreich, Schweden, Norwegen). Er lebte mehrere Jahre in Großbritannien und eignete sich darüber besonders geschätzte Kenntnisse an. Nach seinen Jahren als Reisehofmeister ließ sich Küttner in Leipzig als Reiseschriftsteller und Journalist nieder (Beiträge zur Hallischen Allgemeinen Litteraturzeitung und zur Leipziger Bibliothek der schönen Wissenschaften), unterstützt durch Pensionen von seinen früheren Arbeitgebern.

Der berühmte Geograph Friedrich Ratzel urteilt über Küttner wie folgt: „Küttner’s Schriften legen überall Zeugniß ab von umfassender Bildung und offenem Blick. Sie schildern zutreffend und die eingestreuten Bemerkungen sind verständig ohne tief zu sein. Bei der Abfassung seiner Reisewerke hat er, wie er selbst sagt, ‚immer den Reisenden im Auge gehabt, dessen Bedürfnisse von den Bedürfnissen der Leser auf dem Zimmer sehr verschieden sind’. Trotzdem sie daher theilweise Reiseführer sind, enthalten sie doch zahlreiche und mannigfaltige Mittheilungen zur Kulturgeschichte jener Zeit. Ihre Form ist eine leichte, tagesschriftstellerische.“ (Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 17, S. 444).

Werke: Briefe über Irland an seinen Freund den Herausgeber, Leipzig 1785. Briefe eines Sachsen aus der Schweiz an seinen Freund in Leipzig, 3 Bde., Leipzig 1785–86. Beyträge, vornemlich zur Kenntniß des Innern von England und seiner...

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