Show Less
Restricted access

Jugendsprachen

Stilisierungen, Identitäten, mediale Ressourcen

Series:

Edited By Helga Kotthoff and Christine Mertzlufft

Sprachverhalten – von Kiezdeutsch bis zur Schreibstilistik von Mädchen auf Internetplattformen – gerät in diesem Beitrag zur Jugendsprachforschung als soziale Positionierungsaktivität in den Blick. Jugendliche nutzen ihr Wissen um kommunikationsstilistische Zuordnungen vielfältig, um sich als ein bestimmter Typus zu entwerfen, aber auch, um soziale Typen zu zitieren, zu karikieren und mit Zuordnungen zu spielen. Die deutschen und englischen Beträge dieses Bandes zeigen ein weltweites Spektrum. In vielen Ländern sind Sprech- und Schreibstile entstanden, bei denen Jugendliche Sprachen mischen und Regelverletzungen zur situativen Gebrauchsnorm einer Clique werden lassen. Junge Italo-Deutsche geraten mit ihrem Varietätenspektrum ebenso ins Blickfeld wie Studierende aus Ghana und SchülerInnen aus den USA, Dänemark und Georgien. Jugendliche haben in den Textsorten der sozialen Internetzwerke Schreib- und Bildstilistiken entwickelt, die nicht nur eigenwillig sind, sondern in ihrer Normferne wieder neue Normen konstituieren.
Show Summary Details
Restricted access

ALTER marias bild im svz hat schon style:-D – Öffentliche und nicht-öffentliche Kommunikation Jugendlicher in sozialen Netzwerken

Extract

| 215 →

ALTER marias bild im svz hat schon style :-D – öffentliche und nicht-öffentliche Kommunikation Jugendlicher in sozialen Netzwerken

Daniel Gysin

Abstract

In dem Artikel zeigt der Autor, wie Jugendliche die unterschiedlichen Kommunikationsformen, die sich in ihrem Grad an Öffentlichkeit unterscheiden, nutzen, um auch in der Netzkommunikation Privatheit herzustellen. Im Widerspruch zu Aussagen der Post-Privacy-Debatte konstituieren sie eine Privatsphäre, indem sie durchaus bestimmen, welche Inhalte auf welche Weise wem zur Verfügung gestellt werden. Dabei nutzen sie die vielfältigen Möglichkeiten des SchülerVZ. Jungen kommunizieren auf SchülerVZ beispielsweise privat über erotische Interessenskonstellationen. Schilderungen von Krankheitszuständen finden ebenfalls privat über den Nachrichtendienst statt und rekonstituieren die Darstellung des unproblematischen Selbst als Normalität in der öffentlichen Kommunikation. Am Schluss des Artikels findet sich eine Auseinandersetzung mit Richard Sennetts Diagnose des zunehmenden Terrors der Intimität.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.