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Biografische Studie zur Person und zum Werk Friedrich Fröbels

Detlef Krone

Dieses Buch ist eine kritische Würdigung des pädagogischen Konzeptes und Schaffens Friedrich Fröbels. Ausgehend von einer Auswertung einer Vielzahl seiner Briefe wird ein mehrperspektivischer Blick auf seine Person und auf Aspekte seiner Erziehungspraxis vorgenommen. Es werden exemplarische Betrachtungen von Fröbels Ausführungen erstmalig mithilfe von textanalytischen Verfahren (Wortformen, Wortverwendungen) durchgeführt. Der Autor erreicht dadurch einen vertieften Einblick in Fröbels Zugang zur Weltwahrnehmung.
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3. Fröbel unter Beobachtung

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3.    Fröbel unter Beobachtung

Von Beginn seines pädagogisches Schaffens als freier Unternehmer im pädagogischen Bereich, fällt Fröbel nicht nur durch seine neu akzentuierte Unterrichtspraktiken auf. Vor allem als Person provoziert er Reaktionen bei seinem Fachpublikum: sein Aussehen, sein persönlicher Auftritt unterscheidet sich auffällig von denen anderer Menschen in pädagogischen Arbeitsfeldern. Es dominieren dabei Beobachtungen, die das leidenschaftliche Moment seiner Person bei der Darstellung seiner pädagogischen Vision, wie auch im Umgang mit Schülern oder Kindern herausstellen. Doch erst mit der Idee des Kindergartens hat er seine ganz spezielle Berufung gefunden. So heißt es sinngemäß immer wieder über ihn: „Bei kleinen Kindern ist er in seinem Element; er ist ein Kinderfreund” [Boldt, R. u.a.: 1982, 76].

Eine eindrucksvolle Skizze von Friedrich Fröbel formuliert dessen Neffe Julius,46 der in der ersten Zöglingsgeneration am Unterricht teilnimmt. Als Beobachter erhält er seine Seriosität weniger als naher Verwandter und Schüler Fröbels, vielmehr lässt vor allem seine Berufsbiografie den Schluss zu, dass in jungen Jahren hier bereits ein wacher Kopf beobachtet:

„Friedrich Fröbel ist einer der merkwürdigsten Menschen seiner Zeit gewesen. Seine äußere Erscheinung ist eigentümlich. […] Es gibt von ihm eine Büste, nach welcher eine Photographie aufgenommen ist, und unter hundert intelligenten Menschen, welche jene oder diese zu sehen bekommen, wird nicht einer sein, der nicht fragen möchte, wer der Mann ist oder war, der so...

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