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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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„Zum Glück ging das grad nicht um mich“ - Transkulturelles Lernen und die Wahrnehmung von „Anders Sein“: Grit Alter

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Grit Alter

Abstract

Aktuelle Veröffentlichungen streben eine Unterscheidung von inter- und transkulturellem Lernen sowie eine praktische Übertragung in den Englischunterricht an. Konzepte wie „Didaktik des Fremdverstehens“ werfen zudem Fragen der Wahrnehmung und Definition von „Anders-Sein“ auf. In diesem Zusammenhang bedient sich dieser Beitrag der kanadischen Kinder- und Jugendliteratur, um ein transkulturelles Lernen zu diskutieren, das über kulturelle Fremdheit hinausgeht. Aspekte der Relevanz und Auswirkung der Begegnung mit OthernessES in der Literatur und die Hinterfragung von stereotypen Darstellungen werden anhand von gewählten Beispielen aufgezeigt.

1Bildungsziel: Kulturelle Handlungskompetenz

„I’m glad that wasn’t about me“ war die Reaktion im Englischunterricht einer befreundeten Lehrerin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der University of Alberta, Kanada. Sie las mit ihren Schülerinnen und Schülern einen Roman, in dem ethnisch-diversifizierte Identität dadurch verhandelt wird, dass sich ein multikultureller Protagonist auf der Suche nach einer festen Identität mit Vorurteilen und Ablehnung der ihn umgebenden Gesellschaft auseinandersetzen muss und dabei in tiefe Krisen gerät. In seiner Gegenwehr ist er zwar letztendlich erfolgreich, jedoch steht er oft am Rande der Verzweiflung. Im Anschluss an die Analyse und Reflexion des Romans verließen einige Schülerinnen und Schüler mit eben diesem Satz den Raum: „I’m glad that wasn’t about me“.

Dass Schule den Auftrag hat, junge Menschen zu bilden und sie für die Teilhabe am politischen und wirtschaftlichen sowie kulturellen und gesellschaftlichen Leben vorbereiten muss, steht außer Frage. In Anbetracht einer sich mehr...

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