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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Lesetagebücher als Initiatoren und Begleiter transkultureller Lernprozesse: Daniela Anton

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Daniela Anton

Abstract

Lernenden sollen im Unterricht Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen kulturellen Identitätsentwürfen und zur Ausbildung eines gefestigten Selbstbildes eröffnet werden. Im Rahmen des transkulturellen Lernens bietet sich eine solche Auseinandersetzung besonders durch die Beschäftigung mit hybriden literarischen Texten an, deren Einsatz nicht erst in der Oberstufe eine Berechtigung findet. Ein Beispiel für einen solchen Text stellt Doris Pilkington Garimaras Roman Rabbit-proof Fence dar, der aufgrund der abgebildeten hybriden Identitäten vielfältige Ansatzpunkte für transkulturelle Lernprozesse bietet.

Im Folgenden soll mit dem Lesetagebuch eine konkrete unterrichtspraktische Möglichkeit vorgestellt werden, transkulturelle Lernprozesse anzustoßen und Heterogenität und Hybridität zum Gegenstand des Unterrichts zu erheben. Dabei wird die persönliche Reflexion der Leseerfahrung der Lernenden mithilfe der individualisierten Bearbeitung verschiedener Text- und Filmsequenzen angeregt und vielfach Perspektivenwechsel angebahnt. Dies eröffnet nicht nur die Chance der Transparentmachung kognitiver, affektiver und pragmatischer Leistungen der Lernenden, sondern auch der Erweiterung des traditionellen Kulturbegriffs in Richtung eines offenen Verständnisses von Kultur.

1Einleitendes zu kulturellem Lernen im Englischunterricht

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