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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Bretter, die die Welt vereinen? Inter- und transkulturelles Lernen in einem internationalen Theaterprojekt: Stefanie Giebert

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Stefanie Giebert

Abstract

Gemeinsam in einer multinational zusammengesetzten Gruppe in einer Fremdsprache Theater spielen: fördert dies interkulturelles und/oder transkulturelles Lernen? An einem interdisziplinären Theaterprojekt aus dem Hochschulbereich soll gezeigt werden, dass es idealerweise beidem dienlich sein kann. Der erste Teil des Beitrags gibt einen Überblick über Potenziale und Risiken von dramapädagogischen Methoden im Fremdsprachenunterricht und ihren Bezug zum inter-/transkulturellen Lernen, während der zweite Teil ein Praxisbeispiel aus dem universitären Englischunterricht beschreibt: Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Herkunftsländer inszenieren eine moderne Shakespeare-Bearbeitung, die sich mit zahlreichen Aspekten einer globalisierten Wirtschaft beschäftigt, nicht zuletzt auch interkulturellen Begegnungen im Geschäftsleben.

1Einleitung

„From the four corners of the earth they come“: die Verehrer der Portia in Shakespeares The Merchant of Venice – aber auch die Studierenden, die im Sommer 2011 in einem Theaterprojekt an der Hochschule Reutlingen eine moderne Nacherzählung des Stückes auf die Bühne bringen möchten. Europa, (Nord-)Amerika und Asien sind vertreten und schon die Teilnehmerstruktur des Projektes birgt das Potenzial für inter- und transkulturelle Lernerfahrungen. Doch auch ohne eine multikulturelle Besetzung sind (fremdsprachliche) Theateraktivitäten geradezu prädestiniert zur Erkundung sowohl eigener wie auch fremder Identität(en) und Kultur(en). Die Potenziale von Dramapädagogik für inter kulturelles Lernen werden exemplarisch unter anderem in den Aufsatzbänden von Byram (1998) und Bräuer (2002) anhand zahlreicher Beispiele aufgezeigt. Doch auch transkulturelles Lernen kann, gerade in längeren Theaterprojekten, stattfinden: die...

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