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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Das Potential graphischer Literatur in transkulturellen Lehr-Lernszenarien: Adrian Tomines' Shortcomings: Christian Ludwig

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Christian Ludwig

Abstract

Der japanisch-amerikanische Cartoonist Adrian Tomine gehört zu den erfolgreichsten Comiczeichnern unserer Zeit. Bekannt durch seine regelmäßigen Illustrationen in The New Yorker und dem Time Magazine, sind jedoch vor allem seine graphischen Romane für den Einsatz im transkulturellen Fremdsprachenunterricht geeignet. Galt es lange Zeit als nicht opportun, graphische Literatur im Unterricht einzusetzen, so ist das sicherlich ein fait accompli, das seine Gültigkeit zumindest teilweise verloren hat und genau hier setzt dieser Beitrag an. Am Beispiel des graphischen Romans Shortcomings soll aufgezeigt werden, mit welchen Mitteln Comics transkulturelle Erfahrungsräume rekonstruieren und somit Möglichkeiten für eine ganz andere Art von transcultural encounter bieten. Schlussendlich eröffnet der Roman ebenfalls die Möglichkeit, den Fremdsprachenunterricht um den bisher oft wenig beachteten Aspekt der Asian-Americanness, besonders in Hinblick auf pan-amerikanische Identitätskonstruktionen nach 9/11, zu erweitern. Hierbei gilt es jedoch besonders darauf zu achten, dass die zum Verstehensprozess notwendige Dekodierung graphischer Literatur einen hohen Grad an visueller Literarität erfordert, die auch an den Umgang mit hybriden Diskursmedien gewöhnte Lerner vor neue Herausforderungen stellt.

1Das Thema Asian-Americanness im Fremdsprachenunterricht

Neue Medien und literarische Genres haben in den letzten Jahren vermehrt Einzug in den Fremdsprachenunterricht gehalten. Hierbei geht es vor allem darum gehen, die literarische, und nicht zuletzt gesellschaftliche, Öffnung des Fremdsprachenunterrichts im Sinne einer globalisierten und pluralistischen Gesellschaft zu fördern.

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