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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Going beyond the limitations of one’s own culture – Inter- und transkulturelle Lernerfahrungen in fremdsprachlichen Begegnungsprojekten: Michael Rogge

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Michael Rogge

Abstract

Sind interkulturelle Austausch- und Begegnungsprojekte unter den Vorzeichen einer sich rasant verändernden und globalisierten Gesellschaft überhaupt noch zeitgemäß? Ist nicht das transkulturelle Paradigma in diesem Zusammenhang besser geeignet, Begegnungen zwischen Vertretern hybrider Kulturen zu erfassen und zu beschreiben? Der Beitrag zeigt auf, dass jegliche binäre Gegenüberstellungen von Inter- und Transkulturalität die Komplexität heutiger Begegnungssituationen zwischen Schülerinnen und Schülern nur ungenau erfassen können. Es muss vielmehr darum gehen, interkulturelle Austausch- und Begegnungsprojekte durch transkulturelle Momente so zu ergänzen, dass diese nicht nur einen Beitrag zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung leisten, sondern zugleich in der Wahrnehmung von Hybridität und Fremdheit ein besseres Verständnis des Partners zu ermöglichen, ohne diese Differenzen gleich zu dekonstruieren.

1Inter- und transkulturelles Lernen in fremdsprachlichen Austausch- und Begegnungsprojekten

Fremdsprachlichen Austausch- und Begegnungsprojekten kommt in Zeiten von Globalisierung und Internationalisierung im schulischen Kontext eine herausgehobene Bedeutung zu. Neben den internationalen Abschlüssen, wie z.B. dem International Baccelaureat (IB), dem bilingualen deutsch-französischen Abitur/Baccelaureat (AbiBac) und bilingualen Sachfachangeboten gehören sie zu wichtigen Kriterien von Eltern für die Schulwahl ihrer Kinder. Dabei existiert inzwischen eine Vielzahl von Austausch- und Begegnungskontexten, von den Austauschprogrammen mit Partnerschulen und individuell organisierte Auslandsaufenthalte (z.B. Homestays, Auslandssemester bzw. Austauschjahr) über internationale Jugendbegegnungen, Drittortbegegnungsprojekte und Workcamps, mulitlaterale Begegnungsprojekte (z.B. über COMENIUS vermittelte Projekte) und Auslandspraktika bis hin zu medial vermittelten Formen der Begegnung (z.B. über E-Mail, Chat bzw. VoIP-Videokonferenzen), sowie diversen Mischformen, die...

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