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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Transnational Cultural Studies im Englischunterricht der Sekundarstufe II: Philipp Siepmann

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Philipp Siepmann

Abstract

Mit den Transnational Cultural Studies wird in diesem Beitrag ein kultur- und literaturdidaktisches Konzept vorgestellt, welches sich eng an den Fragestellungen und zentralen Konzepten sowie der Methodik der Transnational American Studies orientiert. Dieses eröffnet einen Mittelweg zwischen inter- und transkulturellen Ansätzen im Fremdsprachenunterricht. Transkulturalität wird dabei durchaus kritischer betrachtet als dies bei Welsch der Fall ist und u.A. durch Kraidys critical transculturalism (2005) sowie das Konzept der Transdifferenz (Lösch 2005) ergänzt. Wie sich der Ansatz der Transnational Cultural Studies in der Sekundarstufe II umsetzen lässt, wird anhand von H.M. Naqvis Home Boy (2010) skizziert.

1Einleitung

Der transnational turn der American Studies beschreibt für Donald Pease nicht weniger als „the most significant reimagining of the field […] since its inception“ (Pease 2011:I). Konstitutiv für das Forschungsfeld ist die Erkenntnis, dass sich Kulturen angesichts von tiefgreifenden Globalisierungsprozessen einer mehr oder minder isolierten Betrachtung durch die ‚nationale Brille’ immer weiter entziehen und transnationale kulturelle Beziehungen an Bedeutung gewinnen (vgl. Jay 2010). So interessieren sich die Transnational American Studies für kulturelle Interaktionen entlang Amerikas nördlicher und südlicher Grenzen sowie über den Atlantik und den Pazifik hinweg und setzen verstärkt auf den Dialog der amerikanischen und internationalen American Studies (vgl. Lenz 2011).

Es soll in diesem Beitrag ein kultur- bzw. literaturdidaktisches Konzept der Transnational Cultural Studies skizziert werden, welches einige der zentralen Diskurse und Fragestellungen der Transnational American Studies aufgreift...

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