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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Der Mann hinter den Sprichwörtern: Ein Interview mit Wolfgang Mieder

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Pedro Martins

Alle möchten den Mann hinter den Sprichwörtern kennenlernen. Wenn es überhaupt möglich ist, könnten Sie bitte Ihr bisheriges Leben zusammenfassen?

Wenn ich auf die siebzig Jahre meines Lebens zurückblicke, so kann ich ehrlich sagen, dass die sieben Jahrzehnte für mich persönlich und beruflich bei guter Gesundheit ein volles, zufriedenes und glückliches Dasein gewesen sind. In allen Altersstufen habe ich immer das Glück gehabt, von lieben Menschen (Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Studentinnen und Studenten) umgeben gewesen zu sein, die mich alle auf ihre Weise gefördert, unterstützt und ermutigt haben. Schon als Schüler hatte ich in Deutschland eine durchaus positive Lebenseinstellung, und als Student im Staate Michigan in den Vereinigten Staaten erlebte ich wunderbare Jahre mit meinen vielen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Im Jahre 1967 traf ich dann an der Michigan State University auf Professor Stuart Gallacher, der als Germanist bei dem großen Parömiologen Archer Taylor an der University of Chicago promoviert hatte. Nachdem ich bei Professor Gallacher an einem Seminar über deutsche Volkskunde (Märchen, Sagen, Volkslieder, Rätsel, Witze und natürlich Sprichwörter) teilgenommen hatte, wurde er automatisch mein Doktorvater, und ich beendete 1970 meine Dissertation über Sprichwörter im Werke des Schweizer Schriftstellers Jeremias Gotthelf. Ich bin also sozusagen der Enkelsohn von Archer Taylor, dessen berühmtes Buch The Proverb (1931) ich 1985 als Nachdruck mit einer Würdigung meines Großvaters herausgebracht habe. Hier in...

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