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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Noch einmal zur stereotypen Frage nach der Herkunft des Helden

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Rainer Eckert

Dem großn Parömiologen und Phraseologen Prof. Dr. Wolfgang Mieder, der mich reich mit Publikationen aus den beiden Wissensgebieten beschenkte, die er wie kein anderer so erfolgreich entwickelt hat, in tiefer Dankbarkeit für moralische Unterstützung, die er mir stets angedeihen ließ.

Einleitung

Mein unvergesslicher Lehrer Prof. Dr. Samuil Borisovič Bernštejn (1911–1997) sagte mir einmal, dass eine besondere Faszination davon ausgeht, wenn man sich immer wieder mit einer Frage befasst und sie weiter zu ergründen versucht, je tiefer man eindringt, umso härter wird der Grund, den man bearbeitet, umso lohnender aber sind unsere Anstrengungen.

Daher wählte ich zum wiederholten Male die Frage nach der Herkunft des Helden, die in einer frühen Zeit (etwa dem Urslawischen) sich auf einen Verbund von Menschen, auf die Sippe, auf den Klan, auf die Großfamilie gründete, der der Einzelne angehörte.

Im Weiteren geht es in vorliegendem Aufsatz um das Weiterleben folkloristischer Gegebenheiten in späterer Zeit (d.h. nicht in der epischen Tradition der Ostslawen und Serben, sondern in den historischen Liedern über Sten'ka Razin und den dazugehörenden Varianten) und schließlich um die Herkunftsfrage des Helden bei Richard Wagner.

Zu Sten'ka Razin

Den konkreten Anlass zur folgenden Publikation lieferte mir ein Fund in meiner Privatbibliothek, den ich vor einigen Jahren machte, als ich auf ein seltenes Büchlein stieß. Es handelt sich um Aleksandra Nikolaevna...

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