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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Bruno Kartheuser – Skizze zum Porträt

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Irena Światłowska-Prędota

Auf dem VII. Kongress der IVG in Göttingen (1985) fiel die Frage: "Wie viele deutsche Literaturen gibt es?" Damals erschien die ambitionierte Serie Alexander Ritters Auslandsdeutsche Literatur der Gegenwart schon seit neun Jahren im Georg Olms Verlag in Hildesheim, und dokumentierte Leistungen deutschsprachiger Autoren in vielen europäischen Ländern sowie in den USA, in Australien und Israel. Überall, wo die deutschsprachigen Minderheiten lebten, entstand (und entsteht) Literatur in deutscher Sprache. Ihre Verfasser bemühten sich, die schwierige Nachkriegszeit ihrer Landsleute zu bewältigen. Im Elsass, in Ostbelgien, Rumänien und in der Sowjetunion mussten sie einen hohen Preis für "deutsche Träume von der Macht" bezahlen. Sie hatten einen Leidensweg hinter sich.

Im vorliegenden Beitrag wird zuerst ein Versuch unternommen, die Situation der ostbelgischen deutschen Minderheit darzustellen. Einerseits werden ihre Traumata reflektiert. Andererseits werden ihre neuen Wege in die Zukunft nachgezeichnet.

Aus dem Jahr 1986 stammt Band 9 der oben genannten Serie Nachrichten aus Ostbelgien: Deutsche Dichtung in Belgien, die von Michel Kohnemann bearbeitet und herausgegeben wurde. Die deutsche Sprachgemeinschaft in Belgien durfte in jener Zeit schon mit Optimismus in die Zukunft schauen. Die tragischen Folgen der Verwicklungen in den Zweiten Weltkrieg, die Wahrnehmung der deutschstämmigen Bürger im Nachkriegsbelgien als Verräter und Mitschuldige wurden allmählich überwunden. Verbessert hat sich auch ihre materielle Situation. Seit 1970 erfreuten sie sich der kulturellen Autonomie und durften ihre Sprache, Tradition und Sitten pflegen. Die positiven...

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