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Ruth Landshoff-Yorck – Schreibende Persephone zwischen Berliner Boheme und New Yorker Underground

Analysen zum Gesamtwerk

Diana Mantel

Das Gesamtwerk der fast vergessenen Schriftstellerin Ruth Landshoff-Yorck (1904–1966) steht im Mittelpunkt dieser Studie. Landshoffs Zitat «I am rediscovered every year, but like Persephone I always return underground» ist dabei wegweisend für die hier vorgestellten und analysierten Texte. Diese formieren sich, parallel zu Schaffens- und Lebensphasen der Autorin, in der Bewegung zwischen den Welten, zwischen Oberfläche und Underground, stets neu. Dabei zeigt das Buch, wie sich Landshoffs Schreiben von eher spielerischen Texten der 1920er Jahre zu dezidiert antifaschistischen Werken nach ihrer Emigration in die USA entwickelt. Dort wurde die «schreibende Persephone» nach 1945 im Off-Off-Broadway aktiv und verknüpfte diesen als wichtige Mentorin mit der europäischen Kunstszene.
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5. Zusammenfassung und Fazit

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5. Zusammenfassung und Fazit

Zwischen Oberfläche und Unterwelt – Zusammenfassung der Ergebnisse

„Ich bin ja gespannt in welcher [sic!] hoher Altersstufe ich aus dem [sic!] Avantgarde empor reife?“682

Im Folgenden sollen die einzelnen Schreibphasen und die Ergebnisse der Arbeit kurz zusammengefasst werden, um nach den Einzelanalysen die Zusammenhänge von Oberfläche(n) und Unterwelt(en) noch deutlicher aufzeigen zu können: So lässt sich das Frühwerk der Oberfläche zuordnen, was besonders die vielen Artikel und Erzählungen aus dem Zeitschriftenbereich zeigen, in denen schlaglichtartig Facetten des damaligen Zeitgeists wiedergegeben werden, verschriftlichte Schnappschüsse aus Mode, Lifestyle und Landshoffs eigener Selbstinszenierung. Auch in ihrem Erstlingsroman geht die Erzählweise nur wenig in die Tiefe, sondern vielmehr in die Breite: In Die Vielen und der Eine rasen die Vielen und ebenso die Einen förmlich über die Oberfläche des Geschehens und inszenieren ihr Leben und ihren Lebensstil über Freizeit, Kostüme und natürlich über die immer neue Veränderung von allem. Die verschiedenen Möglichkeiten sind das wichtigste Thema des Romans, der erzählerisch wie inhaltlich den steten Neuanfang betont. Insgesamt ist es gerade diese Betonung von (positiv konnotierter) Oberflächlichkeit, die die besprochene Nähe zur erst später definierten Popliteratur schafft. Die Schnelligkeit im Erzählen und Erzählten ist auch in Roman einer Tänzerin zu finden, wobei hier die „Eine“ nicht auserzählt wird, sondern vielmehr auf den Geschichten anderer beruht, die die eigentlich tats...

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