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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Qisheng Liu: Herstellung gesellschaftlicher Beziehungen durch Selbstdarstellung

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Qisheng Liu (Guangzhou)

Abstract

Ein Unternehmen stellt sich vor, um Kunden zu gewinnen. Die Sprache, die ein Unternehmen zur Selbstdarstellung verwendet, ist im soziokulturellen Kontext verwurzelt. Die deutschen Selbstdarstellungstexte erweisen sich bei näherer Betrachtung als kundenorientiert, während sich die chinesischen nach einer oberen Instanz richten.

1. Sprachliche Form und Funktion

Die Grammatik wird oft definiert als „Beschreibung der Regularitäten natürlicher Sprache“ (Sommerfeldt/Starke 1998: 1). Demnach soll sie in funktionaler Sicht verstanden werden als „geordnete Gesamtheit der Mittel und Muster einer Sprache, Lexeme als Einheiten des Wortschatzes zu kommunikativ funktionierenden Äußerungen (in Sätzen und Texten) zu kombinieren und dabei zu flektieren“ (ebd.). Die Definition ist eine theoretische Bestimmung der Grammatik. Und die der Definition entsprechende Betrachtungsweise erklärt die funktionale Bedeutung der Grammatik im Sprachsystem. Wenn man die Praxis des Sprachunterrichts betrachtet, vermisst man jedoch die Behandlung der Sprache im Sinne ihrer kommunikativen Funktion, insbesondere die der Funktion der Sprache im soziokulturellen Kontext.

Aus soziokultureller Sicht kann man die sprachliche Funktion so verstehen, „Sprache sei ein strategisches Mittel, mit dessen Hilfe die Menschen, die miteinander kommunizieren, ihre Interessen durchzusetzen versuchen, und zwar nicht, indem sie sie offen aussprechen, sondern sprachlich geschickt tarnen“ (Pasierbsky/Rezat 2005: iii). Van Dijk (1995: 243) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „it seems plausible that some semantic structures of discourse do so more effectively than others”. Der Einsatz von Sprache als...

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